Kriege sind laut Armeechef unvorhersehbarer geworden

Keystone-SDA
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Bern,

«Kriege sind unberechenbarer geworden», hat Armeechef Benedikt Roos am Sonntagabend erklärt. Nicht mehr nur die vorhandenen militärischen Mittel seien entscheidend, sondern vor allem die schwer einschätzbaren Absichten der Konfliktparteien.

Benedikt Roos
Benedikt Roos ist seit 1. Januar 2026 Chef der Schweizer Armee. - keystone

«Die Potenziale kennen wir (...) Was hingegen sehr schwer zu beurteilen ist, sind die Absichten – und die können sich sehr schnell ändern», sagte Roos am Sonntagabend im Interview mit dem Sender RTS. Als Beispiel nannte er überraschende Angriffe etwa auf Hotels in Dubai: «Das ist die grosse Variable, die schwer zu analysieren ist.»

Auch die Schweiz könnte im Fall eines Konflikts zwischen Russland und den NATO-Staaten betroffen sein. Zwar drohe kein Angriff durch Nachbarländer, doch bei einer Eskalation – etwa im Baltikum – bestehe ein Risiko.

Die Schweiz biete «lohnende Ziele, um Europa zu destabilisieren» und läge im Konfliktfall im Hinterland. Dort würden erfahrungsgemäss kritische Infrastrukturen wie Strom-, Wasser- und Gesundheitssysteme oder der Bahnverkehr angegriffen.

Priorität habe daher der Ausbau der Abwehr gegen Raketen und Drohnen sowie der Schutz vor Cyberangriffen. In diesem Bereich werde die Schweiz «jeden Tag» attackiert, so Roos.

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Kommentare

User #2671 (nicht angemeldet)

Gut wenn viele Waffen in Privater hand sind?

User #5379 (nicht angemeldet)

Es wäre vielleicht sinnvoll wenn wir mal umdenken würden. Was will die Schweiz gegen einen Angreifer ausrichten? Ich denke nicht viel. Wäre es nicht besser, wir würden endlich mal daran denken, militärisch uns Europa anzuschliessen. Alleine haben wir absolut keine Chance. Aussitzen in Bunkern oder wie stellt man sich das vor?

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