Klingbeil warnt vor G7-Treffen vor den Folgen des Iran-Kriegs
Vor dem Treffen der G7-Finanzminister hat der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs und einer Sperrung der Strasse von Hormus gewarnt. Er sprach von einer «ernsthaften Bedrohung für die Weltwirtschaft».

Der Krieg schade der wirtschaftlichen Entwicklung massiv, teilte der SPD-Politiker vor seiner Abreise nach Paris mit.
Bei dem Treffen der Finanzminister der führenden westlichen Industriestaaten ab Montag sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten und mögliche Folgen für den Welthandel im Mittelpunkt stehen. Die Strasse von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öl- und Gashandel.
Klingbeil sagte, deshalb müsse alles getan werden, um den Krieg «dauerhaft zu beenden», die Region zu stabilisieren und freie Seewege zu gewährleisten. «Dabei bleibt unser Weg als Europäer klar: Wir setzen auf Kooperation statt Konfrontation», so der deutsche Bundesfinanzminister.
Die aktuellen Krisen zeigten zugleich, wie wichtig es sei, «dass Deutschland und Europa unabhängiger und krisenfester werden» – etwa bei Rohstoffen, Energie und Lieferketten. In Paris werde deshalb auch mit den Finanzministern aus Brasilien, Indien, Südkorea und Kenia gesprochen.
Die «Gruppe der Sieben» (G7) ist eine informelle Allianz führender westlicher Industrienationen. Mitglieder sind Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Frankreich hat derzeit den G7-Vorsitz.
Bei dem Treffen bis Dienstag soll es ausserdem um Welthandel, kritische Rohstoffe, Entwicklungsländer sowie den Kampf gegen Terrorismusfinanzierung und organisierte Kriminalität gehen. Auch die weitere Unterstützung der Ukraine steht auf der Tagesordnung.
Klingbeil mahnte, Russlands «brutaler Angriffskrieg» dürfe trotz der Krise im Nahen Osten nicht aus dem Blick geraten. In Paris wolle er zudem mit seinem ukrainischen Amtskollegen Sergii Marchenko ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnen: «Das stärkt den wirtschaftlichen Austausch und schafft Rechtssicherheit.»










