PFAS-Verschmutzung: Klage gegen den Flughafen Basel!
Zwei französische Vereine haben eine Klage gegen den Euroairport Basel-Mülhausen (EAP) eingereicht. Sie gehen davon aus, dass der Flughafen für die hohe PFAS-Belastung im Grundwasser im Elsass verantwortlich ist, wie es in einem Communiqué vom Mittwochabend heisst.

Bei den klagenden Organisationen handelt es sich um den Umweltschutzverein Alsace Nature und ADRA, einem Verein zum Schutz der Anwohnenden in der Umgebung des Euroairports.
Nach ihren Angaben weist das Trinkwasser für rund 60'000 Personen hohe Konzentrationen von PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) auf. PFAS würden sich in Körper anreichern und stünden im Verdacht, krebserregend zu sein und Hormon- und Fortpflanzungsstörungen zu verursachen.
Die Klagenden gehen davon aus, dass der jahrelange Einsatz von PFAS-haltigem Löschschaum am Flughafen die Quelle der Verschmutzung ist, wie sie schreiben. Die Stoffe würden sich breit im Grundwasser des Rheins verbreiten, von dem die Trinkwasserversorgung im Elsass abhänge.
Mit ihrer Klage wollen die Organisationen erreichen, dass Verantwortlichkeiten festgestellt und das gesetzliche Verursacherprinzip angewendet werden, wie es weiter heisst. Zudem sollen die Gesundheit der Bevölkerung ernsthaft überwacht und die Kontamination des Grundwassers eingedämmt und dieses gereinigt werden.
Bisher ergriffene Massnahmen wie installierte Filteranlagen erachten die Organisationen als unzureichend. Es handle sich um Notlösungen, die die Verschmutzung nicht an der Quelle bekämpften. Zudem erachten sie die bisherigen Antworten der Behörden und der aus ihrer Sicht Verantwortlichen als nicht zufriedenstellend. Aus diesem Grund strebten sie ein Gerichtsverfahren an.

Der Euroairport möchte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nicht zur Klage äussern. Sprecherin Manuela Witzig schreibt jedoch, dass der Einsatz der durch die ICAO (Internationale Organisation für Zivilluftfahrt) zertifizierten Löschschäume gesetzlich vorgeschrieben gewesen sei. Seit Januar 2017 seien auch Schäume ohne PFAS zertifiziert und der Flughafen verwende diese seither.
Auch Feuerwehrübungen seien Pflicht und eines anderes Mittel stand nicht zur Verfügung, wie Witzig weiter festhält. Der EAP habe sich somit genau an die Vorschriften gehalten.
Zudem stehe der Flughafen in engem Kontakt mit den Behörden: Nach der Entdeckung der hohen PFAS-Konzentrationen im Wasser im Gebiet Saint-Louis sei ein Lenkungsausschuss gebildet worden, dem auch der Flughafen beigetreten sei.










