Kenias Finanzminister wegen Korruptionsvorwurfs festgenommen

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    In Kenia ist Finanzminister Henry Rotich wegen mutmasslichen Betrugs und Korruption im Zusammenhang mit dem Bau zweier Staudämme festgenommen worden.

    Kenias Finanzminister Henry Rotich
    Kenias Finanzminister Henry Rotich - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verwicklung in Dammbau-Skandal.

    Rotich habe sich zusammen mit einem engen Mitarbeiter und dem Chef der Umweltbehörde freiwillig der Polizei gestellt, teilten die Beamten am Montag mit. Zuvor hatten die Ermittlungsbehörden Haftbefehle gegen Rotich und 27 weitere hochrangige Beamten erlassen.

    «Sie befinden sich in Untersuchungshaft und warten darauf, vor Gericht gestellt zu werden», sagte der Chef der kenianischen Polizei, George Kinoti, der Nachrichtenagentur AFP. Die Suche nach den weiteren Angeklagten laufe noch. Rotich wies die Vorwürfe zurück.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war es bei den Staudammprojekten zu Unregelmässigkeiten gekommen. Der Bau sollte die Wasserversorgung in dem dürregeplagten Land verbessern und Strom produzieren. Die Vergabe des Projekts an eine italienische Firma sei jedoch nicht nach den Vorschriften erfolgt.

    Dem Vertrag zufolge hätte der Bau umgerechnet 401 Millionen Euro kosten sollen. Das Finanzministerium hatte den Betrag jedoch um umgerechnet 146 Millionen Euro erhöht. Ein Teil der Summe sei bereits vor Beginn der Bauarbeiten ausgezahlt worden.

    Kenia gilt als eines der am stärksten von Korruption betroffenen Länder weltweit. Laut dem im Jahr 2017 von Transparency International veröffentlichten Korruptionsindex liegt das Land auf Platz 143 von insgesamt 180 untersuchten Ländern.

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