Irans Vizepräsident Sarif reicht Rücktrittsgesuch ein

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    Der iranische Präsident Massud Peseschkian muss sich einen neuen Vizepräsidenten suchen. Mohammed-Dschawad Sarif hat ein Rücktrittsgesuch eingereicht.

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    Irans Präsident kritisierte auch den Schritt von Deutschland, Frankreich und Grossbritannien, im Streit um das Atomprogramm wieder harte UN-Sanktionen einzuführen. (Archivbild) - keystone

    Nach der Absetzung des iranischen Wirtschaftsministers will auch der einflussreiche Vizepräsident Mohammed-Dschawad Sarif zurücktreten. Wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, reichte Sarif sein Rücktrittsgesuch bei Präsident Massud Peseschkian ein.

    Sarifs Entscheidung folgt auf die Absetzung des moderaten Ministers und früheren Zentralbankchefs Abdolnasser Hemmati. 182 von 273 Abgeordneten des von konservativen Hardlinern dominierten Parlaments hatten Hemmati am Sonntag das Vertrauen entzogen. Beobachter werten den Schritt als schweren Schlag für den moderat-konservativen Präsidenten Peseschkian, der erst seit rund sieben Monaten im Amt ist.

    Dem Misstrauensvotum vorausgegangen war ein Streit über die seit Jahren anhaltende Wirtschaftskrise und die hohe Inflation. Zuletzt hatte die Landeswährung, der Rial, gegenüber Devisen wie dem US-Dollar enorm an Wert verloren. Viele Menschen klagen über stetig steigende Lebensmittelpreise und verzichten unter anderem auf Fleisch und Fisch, die für viele längst zu Luxusgütern geworden sind.

    Bereits kurz nach der Regierungsbildung hatte Sarif Anfang August 2025 seinen Posten nach nur elf Tagen im Amt geräumt. Grund waren Differenzen mit Präsident Peseschkian über dessen konservatives Kabinett. Wenig später nahm er seine Rolle jedoch wieder auf.

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    Kommentare

    User #5562 (nicht angemeldet)

    Iran: 1979 gab es putsch, heute gibt es keine Essen! Ukraine: 2014 gab es putsch, heute haben sie "andere" Probleme!

    User #250 (nicht angemeldet)

    Jedes Land hat die Regierung, die es verdient. 1979 war eine deutliche Mehrheit der Perser für den Sturz des Schahs (welcher zwar Diktator, aber liberal westlich orientiert war) und die Einrichtung eines Gottesstaates unter Khomeini. Also.

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