Chamenei verurteilt Proteste im Iran scharf
Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat die landesweiten Proteste als Werk von «Unruhestiftern» und «dem Land schädlichen» Menschen scharf verurteilt.

Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat die landesweiten Proteste gegen die Staatsführung im Iran am Freitag scharf kritisiert. In einer Rede sprach er von «Unruhestiftern» und «dem Land schädlichen» Menschen.
Chamenei warf den Demonstranten vor, dem Land erheblichen Schaden zuzufügen, wie «ZDFheute» berichtet. Er warnte vor einer Verschwörung in- und ausländischer Feinde, die konsequent unterbunden werden müsse.
Die Rede, die im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde, ging laut «Investmentweek» mit Forderungen nach durchgreifenden Massnahmen gegen die Proteste einher.
Proteste im Iran weiten sich auf 28 Provinzen aus
Die Proteste im Iran haben sich seit Ende Dezember auf 28 Provinzen ausgeweitet, meldet «Criticalthreats».
Zwischen dem 1. und 2. Januar wurden 56 beziehungsweise 70 Demonstrationen gezählt – deutlich mehr als zuvor.
Betroffen waren Städte wie Teheran, Qom und Isfahan. Sicherheitskräfte setzten dabei zunehmend Gewalt ein, berichtet «Al Jazeera».
In ländlichen Gebieten nahmen die Proteste an Gewalt zu. Demonstranten reagierten dabei teilweise mit Angriffen auf Sicherheitskräfte, berichtet «Criticalthreats» weiter.
Internetausfall und Sicherheitsrisiken in Sistan und Belutschistan
In Sistan und Belutschistan unterstützen die Mobarizoun Popular Front die Unruhen. Die Region stellt laut «Criticalthreats» eine besondere Sicherheitsherausforderung dar.
Nach dem Proteste-Höhepunkt verhängten die Behörden einen Internetausfall von mehr als 14 Stunden. Dies berichtet «Investmentweek».
Am 3. Januar weiteten sich die Demonstrationen weiter aus. Betroffen waren nun auch Städte wie Kermanshah und Schiras, meldet «Bachhausen».
Proteste: Universitäten, Künstler und Lehrer schliessen sich an
Bis zum 7. Januar fanden Kundgebungen in zahlreichen Städten statt. Viele Universitäten schlossen sich den Protesten an, berichtet «CNN».
Auch Künstler und Lehrer äusserten öffentlich ihre Unterstützung. Sie kritisierten die Repression durch Sicherheitskräfte, so «Al Jazeera».
Am 8. Januar nahmen die Demonstrationen in Städten wie Teheran deutlich zu. Dies verdeutlicht die anhaltende Dynamik der Bewegung, wie «ISW» festhält.
Mindestens 45 Tote bei Protesten – Verletzte und Festnahmen steigen weiter
Bisher starben mindestens 45 Demonstrierende, Hunderte wurden verletzt und über 2000 festgenommen, berichtet «CNN». Unter den Todesopfern war auch ein Polizeichef.

Die Slogans der Protestierenden reichen von wirtschaftlichen Forderungen bis zu Rufen nach Freiheit.
Experten beobachten, dass die Grenzen zwischen Alltags- und Politikforderungen zunehmend verschwimmen, berichtet «Investmentweek». Zwischen dem 7. und 9. Januar warnte Ajatollah Chamenei erneut vor in- und ausländischen Feinden.
Iran-Proteste weiten sich aus – Gewalt auf beiden Seiten nimmt zu
Chamenei forderte, diese Bedrohungen konsequent zu unterbinden, wie «ZDFheute» berichtet. Sicherheitskräfte setzen zunehmend Gewalt ein.
In ländlichen Gebieten reagieren Demonstranten ebenfalls zunehmend aggressiv, so «Criticalthreats». Die Proteste weiten sich weiter geografisch aus.
Betroffen sind nun auch Städte wie Kermanshah und Schiras, meldet «Bachhausen». Die anhaltende Dynamik zeigt, dass die Bewegung weiterhin landesweit Einfluss gewinnt.












