Iran-Ticker: US-Marine will jetzt Strasse von Hormus blockieren
Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA brachten kein Ergebnis. Derweil greift Israel die Hisbollah im Libanon weiter an.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Iran und die USA haben sich auf eine Feuerpause geeinigt.
- Die am Samstag begonnenen Gespräche wurden ohne Ergebnis beendet.
- Hier im Ticker verpasst du keine neue Entwicklung.
In der Nacht auf Mittwoch einigten sich der Iran und die USA kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums auf eine Feuerpause. Zwei Wochen lang sollen die Waffen ruhen, während die Verhandlungen weitergehen. Am Samstag begannen Gespräche zwischen einer US-Delegation um JD Vance und iranischen Vertretern in Pakistan. Heute sollen sie fortgeführt werden.
Teil der Verhandlungen ist die Öffnung der Strasse von Hormus. Teheran hatte diese am Mittwoch geöffnet und sogleich wieder geschlossen. Gleichzeitig droht das Regime wegen der anhaltenden israelischen Angriffe auf den Libanon mit dem Ausstieg aus der Feuerpause. Nächste Woche wollen Beirut und Jerusalem verhandeln.
Der Iran ist der Ansicht, dass die Waffenruhe auch für den Libanon gilt. Israel hingegen teilt mit, dass das Abkommen nur den Konflikt zwischen den USA und dem Iran betrifft. Deswegen werden die heftigen Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Libanon fortgeführt.
Im Ticker von Nau.ch bleibst du über die Lage im Nahen Osten und die brüchige Waffenruhe auf dem Laufenden.
Trump äussert sich zu gescheiterten Iran-Verhandlungen
15.11: Nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem Iran hat sich US-Präsident Trump via Truth Social geäussert. Das Treffen sei gut verlaufen, doch bei der Atomfrage habe es keine Einigung gegeben.

Der Republikaner kündigte zudem eine Blockade der Strasse von Hormus durch die US-Marine an. «Mit sofortiger Wirkung wird die US-Marine, die beste der Welt, damit beginnen, alle Schiffe zu BLOCKIEREN, die versuchen, in die Strasse von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen. Irgendwann werden wir eine Regelung erreichen, bei der ‹ALLE REIN DÜRFEN, ALLE RAUS DÜRFEN›, aber der Iran hat dies verhindert, indem er einfach behauptet: ‹Da draussen könnte irgendwo eine Mine liegen›, von der niemand ausser ihm etwas weiss», schrieb er.
Schiffe, die dem Iran eine Gebühr für die Durchfahrt bezahlen, werde man aufspüren und abfangen, droht der US-Präsident. «Niemand, der eine illegale Gebühr zahlt, wird auf hoher See sicheren Durchgang haben.»
Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Iran-Kriegs ein
14.49: Nach dem vorläufigen Scheitern der Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Kriegsende stellt Israel sich nach Medienberichten auf eine Wiederaufnahme der Kämpfe ein
Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, Generalstabschef Ejal Zamir habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, unverzüglich in einen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft überzugehen.
Das Militär solle sich «auf die Möglichkeit einer kurzfristigen Rückkehr zu militärischen Auseinandersetzungen vorbereiten», hiess es. Eine Entscheidung für einen militärischen Einsatz sei jedoch noch nicht getroffen. Ein israelischer Militärsprecher sagte auf Anfrage, man prüfe den Bericht.
Iran gibt USA Schuld für Ende der Gespräche
12.19: Der Verhandlungsleiter der iranischen Delegation hat den USA die Schuld dafür gegeben, dass die Friedensverhandlungen in Islamabad keine Einigung brachten.
«Meine Kollegen in der iranischen Delegation brachten zukunftsorientierte Initiativen vor, doch letztendlich gelang es der Gegenseite nicht, in dieser Verhandlungsrunde das Vertrauen der iranischen Delegation zu gewinnen», schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer seines Landes, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.
Er habe bereits vor den Gesprächen betont, dass der Iran über den nötigen guten Willen und Entschlossenheit verfüge, aber aufgrund der Erfahrungen aus vorangegangenen Kriegen kein Vertrauen in die Gegenseite habe. Ghalibaf dankte Pakistan zudem für die Vermittlungsbemühungen.
Iran: Mit USA uneinig in zwei zentralen Punkten
10.33: Bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA unter Vermittlung Pakistans waren sich die Kriegsparteien nach iranischen Angaben in zwei zentralen Punkten uneinig. «Wir haben in einer Reihe von Fragen eine Einigung erzielt.

Die Realität sieht jedoch so aus, dass bei zwei zentralen Themen die Positionen zu weit auseinander lagen und letztendlich keine Einigung erzielt werden konnte», sagte der Sprecher von Irans Aussenministerium, Ismail Baghai, dem Staatssender Irib.
Um welche Themen es sich handelte, sagte er nicht.
Pakistan ruft USA und Iran zu Festhalten an Waffenruhe auf
07.35: Nach den direkten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans hat der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar die beiden Parteien aufgerufen, an ihrer Verpflichtung zu einer Waffenruhe festzuhalten.
Man hoffe, dass beide Seiten «dauerhaften Frieden und Wohlstand für die gesamte Region und darüber hinaus» erreichen würden, teilte Dar mit.
Nach stundenlangen Verhandlungen waren die Gespräche am Sonntagmorgen zunächst ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, war zunächst unklar.
US-Vizepräsident Vance: Keine Einigung mit Iran erzielt
07.08: Bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans ist nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance keine Einigung erzielt worden.
Man kehre nun in die USA zurück, sagte Vance nach stundenlangen direkten Gesprächen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

Nach 21 Stunden hätte sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren, sagte Vance. Die USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, dem Iran entgegenzukommen.
Vance sagte nicht im Detail, was genau die Knackpunkte waren. Er sagte lediglich, man habe bislang nicht gesehen, dass sich der Iran grundlegend dazu verpflichte, langfristig keine Atomwaffen zu entwickeln. «Wir hoffen, dass wir es noch sehen werden.»
Man verlasse den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, sagte Vance. Während der Verhandlungen sei er in ständigem Kontakt mit US-Präsident Donald Trump gewesen.
Netanjahu: Iran-Kampagne «noch nicht fertig»
03.00: In einem Video-Statement erklärte Benjamin Netanjahu, dass die Iran-Kampagne «noch nicht fertig» sei. «Aber wir können eindeutig sagen, dass wir historische Erfolge erzielt haben.»

In Bezug auf den Iran und dessen verbündete Milizen sagte der israelische Ministerpräsident: «Sie wollten uns erwürgen, jetzt erwürgen wir sie.» Man habe dem Feind «einen Schlag versetzt, aber wir haben noch mehr zu tun».
Iranische Medien: Gespräche mit USA gehen am Sonntag
02.05: Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung von Pakistan sollen am heutigen Sonntag fortgesetzt werden. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim, Fars und Irna übereinstimmend in der Nacht.
Rund 14 Stunden nach Beginn des Treffens in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad war demnach eine direkte Verhandlungsrunde in den frühen Morgenstunden zu Ende gegangen. Expertenteams sollten den Angaben zufolge nun zunächst weitere Verhandlungstexte austauschen. Aus den USA hiess es von einem hochrangigen Beamten im Weissen Haus, auch nach 15 Stunden gingen die Gespräche weiter.

Iranische Medien hatten zuvor über grosse Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von «überzogenen Forderungen» der US-Seite. Konkret wurde die Strasse von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.
Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der «Wahrung der militärischen Errungenschaften», eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den grössten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Strasse von Hormus geben.











