Iran inhaftiert Kleriker nach radikalen Forderungen
Die iranische Justiz hat einen erzkonservativen islamischen Geistlichen nach radikalen Forderungen inhaftiert. Der Kleriker Mohammed Bagher Charrasi befinde sich aktuell in Untersuchungshaft, sagte Justizsprecher Sejed-Ali Kasemi laut der Nachrichtenagentur Misan bei einer Pressekonferenz in Teheran.

Eine Sonderstaatsanwaltschaft für Geistliche ermittle gegen den Mann. Anklage wurde demnach noch nicht erhoben.
Charrasi wurde iranischen Medienberichten zufolge bereits im August in Ghom, dem Zentrum der schiitischen Geistlichkeit des Irans, wegen «Verstössen gegen die nationale Sicherheit» festgenommen.
Berichten zufolge stammt Charrasi aus einer einflussreichen Familie von Geistlichen, war aber immer wieder mit kontroversen Aussagen aufgefallen. Mehrfach übte er Kritik an der Regierung des moderat-konservativen Präsidenten Massud Peschkian.
Laut dem Onlineportal Didban forderte er, einen Bürgerkrieg in den USA anzuzetteln. Ausserdem gehört er zu jenen Kräften, die eine nukleare Bewaffnung Irans befürworten. «Wir müssen eine Atombombe bauen und sie im Atlantischen Ozean zünden und einen Tsunami erzeugen, dessen Welle die Küsten Amerikas erreicht», zitierte ihn das Portal.










