Indiens Ministerpräsident in Israel - Rüstungsgeschäfte erwartet

    Keystone-SDA
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    Israel,

    Der indische Premierminister Narendra Modi hat sich bei einem Besuch in Israel für eine Friedensregelung in der Region ausgesprochen. Der Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump eröffne einen möglichen Weg in die Richtung, sagte er bei der ersten Ansprache eines indischen Premierministers im Parlament in Jerusalem. Der Plan stärke Hoffnungen auf «einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Region», auch mit Blick auf das Streben der Palästinenser nach einem unabhängigen Staat.

    Der indische Premierminister Narendra Modi (l) trifft den Israels Premierminister Benjamin Netanjahu zum Auftakt eines zweitägigen Staatsbesuchs in Israel. Foto: Seshadri Sukumar/ZUMA ...
    Der indische Premierminister Narendra Modi (l) trifft den Israels Premierminister Benjamin Netanjahu zum Auftakt eines zweitägigen Staatsbesuchs in Israel. Foto: Seshadri Sukumar/ZUMA ... - Keystone/ZUMA Press Wire/Seshadri Sukumar

    Modi sprach gleichzeitig das tiefe Beileid seines Landes für die Opfer des Hamas-Terrorangriffs auf Israel am 7. Oktober 2023 aus. «Wir fühlen euren Schmerz, wir teilen eure Trauer.» Indien stehe «fest und mit Überzeugung an Israels Seite, in diesem Moment und darüber hinaus». Kein Ziel könne den Mord an Zivilisten und Terrorismus rechtfertigen, sagte er.

    Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, Modi sei «mehr als ein Freund, ein Bruder». Israel und Indien hätten ein «offenes Bündnis» gebildet. Indien stehe Israel stets zur Seite, auch im Kampf gegen Antisemitismus.

    Modi kündigte eine Vertiefung der strategischen Beziehungen an. Medienberichten zufolge dürfte der Verkauf von israelischen Luftverteidigungssystemen, darunter Laser-Abwehrwaffen, besiegelt werden. Der israelische Botschafter in Indien, Reuven Azar, sagte dem Sender Channel 12, Indien solle Zugang zu «sensiblen Technologien» erhalten.

    Indien soll israelischen Medien zufolge wiederum für Israel eine Alternative bieten, sollte es erneut Waffenembargos gegen den jüdischen Staat geben. Während des Gaza-Kriegs hatte unter anderem die Bundesregierung Rüstungsexporte nach Israel eingeschränkt. Deutschlands Teil-Exportstopp ist wieder aufgehoben. Im Gaza-Krieg gilt seit 10. Oktober eine Waffenruhe.

    Israel erhofft sich eine Aufwertung der Beziehungen zu dem bevölkerungsreichsten Land der Welt. Modi hatte Israel zuletzt im Jahr 2017 als erster indischer Premierminister besucht. Aus Sicht israelischer Beobachter eint beide Länder auch ihr Kampf gegen islamistischen Terrorismus.

    Laut Netanjahus Büro wollen beide Länder weitere Abkommen in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit und Diplomatie unterzeichnen. Israelischen Medienberichten dürfte es dabei etwa um Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit gehen. Modi wird Netanjahu am Donnerstag erneut treffen. Zudem ist ein Gespräch mit Israels Staatspräsident Izchak Herzog geplant.

    Angesichts der Spannungen mit dem Erzrivalen Pakistan hatte Indien jüngst angekündigt, seine Militärausgaben deutlich steigern und seine Streitkräfte modernisieren zu wollen.

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    Kommentare

    User #6021 (nicht angemeldet)

    Chaos alle Präsidenten und Krieg miteinander ohne Frieden!

    User #5648 (nicht angemeldet)

    Modi ist ein kluger und vernünftiger Mann! Steht auf der richtigen Seite im Kampf gegen den Terrorismus!

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