Hunderte Migranten binnen zwei Tagen vor Kreta gerettet
Vor der Südküste der griechischen Insel Kreta sind 87 Migranten gerettet worden. Sie waren auf zwei Booten etwa 21 Seemeilen (rund 39 Kilometer) südlich und südöstlich des Hafenorts Kali Limenes unterwegs, wie die Küstenwache mitteilte.

Ein Flugzeug der EU-Grenzschutzagentur Frontex hatte die Boote entdeckt. Bereits am Vortag waren vor der Südküste Kretas und der Insel Gavdos rund 240 Migranten bei fünf Einsätzen in Sicherheit gebracht worden. Damit wurden innerhalb von zwei Tagen insgesamt 327 Menschen gerettet, wie der griechische öffentlich-rechtliche Rundfunksender ERT berichtete.
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind seit Jahresbeginn bis Anfang August mehr als 10.000 Migranten auf Kreta angekommen. Alle Boote sollen nach Angaben der geretteten Menschen aus der Region rund um die libysche Hafenstadt Tobruk gestartet sein.
Kreta und die nahe gelegene Insel Gavdos sind wichtige Anlaufpunkte für Migranten, die von Nordafrika aus nach Griechenland gelangen wollen. Nach Angaben aus Kreisen der griechischen Küstenwache sind derzeit Dutzende Boote von Libyen aus in Richtung Kreta unterwegs. Der griechische Migrationsminister Thanos Plevris sagte zuletzt, dass in Libyen mehr als eine halbe Million Menschen auf eine Überfahrt nach Europa warteten. Die Route gilt als sehr gefährlich. Tobruk liegt rund 300 Kilometer südlich von Gavdos und Kreta.










