Hitzesommer 2026 fordert in der Schweiz rund 1260 Todesopfer
Der Sommer 2026 forderte in der Schweiz rund 1260 Hitzetote. Besonders betroffen waren ältere Menschen: 85 Prozent der Opfer waren mindestens 75 Jahre alt.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Sommer 2026 starben in der Schweiz schätzungsweise 1257 Menschen an den Folgen der Hitze.
- Rund 85 Prozent der Betroffenen waren 75 Jahre oder älter.
- Die Zahl der Hitzetoten ist ähnlich hoch wie im Hitzesommer 2003.
Der Sommer 2026 hat in der Schweiz nach ersten Schätzungen rund 1260 hitzebedingte Todesfälle verursacht.
Das sind deutlich mehr als in kühleren Sommern. Rund 85 Prozent der Betroffenen waren 75 Jahre oder älter. Dies gab der Bund am Donnerstag bekannt.

Zwischen Mai und August 2026 sind in der Schweiz schätzungsweise 1257 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Das entspricht 14 Todesfällen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner beziehungsweise 5,5 Prozent aller Todesfälle in diesem Zeitraum.
Das geht aus einer provisorischen Auswertung des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts (Swiss TPH) im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor. Die Tamedia-Zeitungen berichteten am Donnerstag zuerst darüber.
Besonders betroffen waren ältere Menschen: Rund 85 Prozent der geschätzten hitzebedingten Todesfälle entfielen auf Personen ab 75 Jahren. Sieben von zehn Todesfällen wurden Tagen mit einer Tagesmitteltemperatur von mindestens 25 Grad zugeschrieben.
Davon entfielen 485 Todesfälle auf heisse Tage mit 25 bis 27 Grad und 400 auf sehr heisse Tage ab 27 Grad.
Ähnlich wie 2003
Die geschätzte Zahl liegt damit in einer ähnlichen Grössenordnung wie im Hitzesommer 2003.
Ein direkter Vergleich ist allerdings noch nicht möglich: Für 2026 berücksichtigt die Auswertung bisher nur die Monate Mai bis August, während die historischen Vergleichswerte bis Ende September reichen.
Grundlage der Schätzung sind die gemessenen Tagesmitteltemperaturen von Meteoschweiz und die vorläufigen Todesfalldaten des Bundesamts für Statistik. Die endgültigen Zahlen sollen im Frühjahr 2027 vorliegen.
Dann werden auch der September sowie detaillierte Auswertungen nach Altersgruppe, Geschlecht, Grossregion und Kanton berücksichtigt.
Bereits im September gab der Bundesrat bekannt, dass eine Übersterblichkeit infolge der Hitze erwartet werde. Damals war die Rede von rund 570 Todesfällen mehr bei über 65-Jährigen.








