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    Hilferufe von den Inseln im Pazifik vor Klima-Verhandlungen in Glasgow

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    Fidschi,

    Drei Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow haben sich Regierungschefs aus der Pazifik-Region in Hilferufen an die Weltgemeinschaft gewandt, um die Einhaltung der Pariser Klimaziele von 2015 zu erreichen.

    Fidschis Regierungschef Bainimarama
    Fidschis Regierungschef Bainimarama - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Forderung nach Einhaltung der Pariser Klimaziele von 2015 untermauert.

    Der Regierungschef von Fidschi, Frank Bainimarama, sagte am Donnerstag bei einem Online-Gipfel mit der EU, die kleinen Staaten würden «die volle Kraft» ihrer «moralischen Autorität» gegen Umweltsünder einsetzen, die in Glasgow keine «starken Verpflichtungen» vorlegten.

    An der COP26 werden 196 Staaten und die Europäische Union teilnehmen. Bainimarama forderte, das Treffen müsse zu soliden Verpflichtungen führen, dass die Klimaziele von Paris eingehalten werden. Danach soll die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden. Dazu forderte der Regierungschef Fidschis auch den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Rohstoffe. Glasgow könne nicht mit einer «Litanei guter Vorsätze» enden, sagte er.

    Die Konsequenzen des Nicht-Handelns seien "unvorstellbar", fügte Bainimarama hinzu. Es gehe um "das Verschwinden ganzer Inseln und grosser Küstenabschnitte in Lagos, Venedig, Miami und Bangladesh. Der Klimawindel werde zu verstärkten Wanderungsbewegungen führen, Waldbrände zur Folge haben, ebenso wie die Zerstörung von Wohnungen, landwirtschaftlichen Betrieben und Ökosystemen. Die "Horrorliste" sei damit noch nicht abgeschlossen, sagte Bainimarama.

    Der Präsident der Marschall-Inseln, David Kabua, sagte, wer sich nicht im direkten Kampf gegen die Klimakrise befinde, könne sich die Dringlichkeit nicht vorstellen. «Wir haben es mit den allerschwierigsten Fragen zu tun», sagte Kabua. «Welche Inseln sollen wir retten, was geschieht, wenn unsere Bevölkerung gegen ihren Willen weg muss, wie werden wir unsere Kultur aufrechterhalten?»

    Naomi Mata'afa, die seit Juli als erste Regierungschefin Samoas im Amt ist, sagte, die Auswirkungen der häufigen Wirbelstürme und Dürren, der heftigen Regenfälle und Überschwemmungen, der Erwärmung der Ozeane und der Übersäuerung seien schon spürbar. Diese Auswirkungen seien «schädlich für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden, unsere Lebensgrundlage und die Art zu leben».

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