Hegseth als Trumps Verteidigungsminister wackelt

    Tilda Pfau
    Tilda Pfau

    USA,

    Pete Hegseth könnte seinen Posten als Verteidigungsminister verlieren, bevor er ihn überhaupt antritt. Trump erwägt laut Medienberichten einen Ersatz.

    Pete Hegseth
    Vor seinem Besuch in Warschau sorgte Hegseth mit klaren Aussagen zur Ukraine in Brüssel für Aufsehen. (Archivbild) - Keystone

    Donald Trump sorgt für Wirbel bei der Besetzung des Verteidigungsministeriums. Seine erste Wahl, Pete Hegseth, steht offenbar auf der Kippe. «Bild» berichtet, dass sich die Anschuldigungen über Hegseths Privat- und Berufsleben häufen.

    Trump-Verbündete zweifeln zunehmend an Hegseths Eignung für den Posten. Der ehemalige Fox-News-Moderator bräuchte die Unterstützung der Republikaner im Senat für seine Nominierung.

    Schwere Vorwürfe gegen Hegseth

    Laut «n-tv» sieht sich Hegseth schweren Vorwürfen ausgesetzt. Ein Bericht über eine angebliche sexuelle Nötigung aus dem Jahr 2017 hat das Trump-Team überrascht.

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    Hegseth soll die Klägerin später für ihr Schweigen bezahlt haben. Der 22-seitige Bericht stützt sich auf Videoüberwachungsaufnahmen, Textnachrichten und Zeugenbefragungen.

    Mögliche Alternativen im Gespräch

    Das «Wall Street Journal» berichtet, Trump erwäge nun, den Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, zum Verteidigungsminister zu machen. DeSantis war Trumps Konkurrent in den republikanischen Vorwahlen.

    Laut «n-tv» stehen auch weitere Kandidaten auf der Liste. Darunter Elbridge Colby, ein früherer Pentagon-Mitarbeiter, und Senatorin Joni Ernst.

    Hegseths umstrittene Vergangenheit

    Die «Tagesschau» beschreibt Hegseth als Armeeveteranen und Fox-News-Moderator ohne Regierungserfahrung. Er hat Trump seit dessen politischem Aufstieg unterstützt und dessen Anklagen als politisch motiviert abgetan.

    Trump DeSantis
    Wird Hegseth etwa bald durch DeSantis (rechts) ersetzt? - Keystone

    Der Demokrat Dan Goldman zeigte sich laut «Tagesschau» schockiert über Trumps Personalentscheidung. Er befürchtet, Trump wolle sich mit unqualifizierten Loyalisten umgeben.

    Trotz der Kontroversen steht Trump öffentlich weiter hinter seiner Wahl. Er lobte Hegseths militärische Erfahrung und bezeichnete ihn als entschiedenen Anhänger der «America First»-Politik. Hegseth diente unter anderem im Irak und in Afghanistan.

    Unsichere Zukunft für Hegseth

    «Bild» berichtet, dass sich Hegseths Zukunft innerhalb der nächsten 48 Stunden entscheiden könnte. Bislang hat sich kein republikanischer Senator offen gegen den Kandidaten ausgesprochen.

    Senatoren haben Hegseth jedoch gewarnt, dass ihm eine schwierige Anhörung bevorstehe. Er müsse die Anschuldigungen gegen ihn entkräften, um eine Chance auf die Nominierung zu haben.

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    Kommentare

    User #3958 (nicht angemeldet)

    Wen erstaunt es, dass der Don nur Halbseidene für seine Regierung nominiert?

    User #4670 (nicht angemeldet)

    Trumps ehemaliger Justizminister Bill Barr sagte im Juni gegenüber CBS: „Er ist ein vollkommener Narzisst. Und er verhält sich ständig rücksichtslos. Er wird seine eigenen Interessen und die Befriedigung seines Egos immer über alles andere stellen, einschließlich der Interessen des Landes. Unser Land kann für einen so gestörten Mann keine Therapiesitzung sein.“

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