Franzosen zahlen nicht – Genf bleibt auf 20 Mio.-Rechnung sitzen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Der G7-Gipfel in Evian verursachte in Genf Sicherheitskosten von 31,6 Millionen Franken. Eine Einigung mit Frankreich kam nicht zustande.

G7
Rund 31,6 Millionen Franken kostete das Sicherheitsdispositiv rund um den G7-Gipfel. Frankreich übernimmt davon vorerst nichts. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Frankreich beteiligt sich nicht an Genfs Anti-G7-Sicherheitskosten.
  • Die Demonstration verursachte Kosten von über 30 Millionen Franken.
  • Rund 20 Millionen trägt Genf, etwa 12 Millionen übernimmt der Bund.

Der Bundesrat hat sich mit Frankreich nicht über eine Beteiligung an den durch die Anti-G7-Demonstration verursachten Sicherheitskosten einigen können.

Genf hatte um französische Unterstützung gebeten, da sich die Kosten im Zusammenhang mit der Demonstration auf über 30 Millionen Franken beliefen.

G7-Demonstration kostet über 30 Millionen

Am Rande des G7-Gipfels im Juni in Evian (F) musste in Genf ein grosses Sicherheitsdispositiv eingerichtet werden.

Im Juli bezifferte die Genfer Staatsrätin Carole-Anne Kast die Kosten auf 31,6 Millionen Franken. Von diesem Betrag gingen rund 20 Millionen zu Lasten des Kantons.

Rund 12 Millionen Franken gingen zulasten des Bundes, wie die Landesregierung am Mittwoch in der Antwort auf eine Interpellation von Ständerätin Johanna Gapany (FDP/FR) mitteilte.

Bund beteiligt sich an Sicherheitskosten

Im April hatte er beschlossen, sich mit 80 Prozent an den Sicherheitskosten zu beteiligen, die den Kantonen Genf, Waadt und Wallis oblagen.

Die Unterstützung durch Armee, Zoll oder Nachrichtendienste konnte im Rahmen der bestehenden Budgets geleistet werden.

Wer sollte für die zusätzlichen Sicherheitskosten rund um einen ausländischen Grossanlass aufkommen?

Der Bundesrat erinnerte weiter daran, dass die Schweiz Frankreich seit Beginn der Gespräche im Sommer 2025 regelmässig aufgefordert habe, seine Verantwortung als Gastland des Gipfels auch in finanzieller Hinsicht wahrzunehmen.

Schweiz fordert Vergütung durch Frankreich

Paris hatte nach dem G8-Gipfel 2003, der ebenfalls in Evian stattfand und auch in Genf zu Ausschreitungen und Sachschäden geführt hatte, einen grossen Teil der Kosten übernommen.

«Leistungen, die von der Schweiz zugunsten der Organisation einer Veranstaltung eines anderen Landes erbracht werden, müssten vergütet werden», hielt der Bundesrat grundsätzlich fest.

Allerdings müsse «jede Situation im Hinblick auf ihren besonderen Kontext, die anwendbaren internationalen Verpflichtungen sowie die eigenen sicherheits- und aussenpolitischen Interessen der Schweiz beurteilt werden».

Kommentare

User #2674 (nicht angemeldet)

Die SVP soll die Rechnung bezahlen. Schliesslich waren es deren Anhänger, welche demonstriert haben!

User #6906 (nicht angemeldet)

Genf bezahlt die Kosten! Das ist doch in ORDNUNG!

Weiterlesen

Frankreich Niederlande
17 Interaktionen
Eindhoven
teaser
108 Interaktionen
Nach Ausschreitungen
G7
136 Interaktionen
Trotz Parmelin-Ansage

MEHR AUS STADT BERN

Nicht zweckmässig
In Ländern wie den USA, Frankreich und England ist die ambulante Hüft- und Knieprothetik bereits etabliert.
Knieprothetik
Aline Trede Femizid-Prävention
Kanton Bern