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    EU warnt vor Ausweitung des Konflikts in Äthiopien

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Die Europäische Union warnt vor einer weiteren Eskalation am Horn von Afrika. Die zunehmende Gewalt in Äthiopien und die wachsenden Spannungen zwischen Äthiopien und Eritrea könnten schwerwiegende Folgen für Frieden und Stabilität in der gesamten Region haben, teilte eine EU-Delegation in Äthiopien mit.

    EU staatsanwaltschaft
    EU-Flaggen wehen am Eingang zur Europäischen Kommission. - Keystone

    Auch die Risikoberatungsfirma Verisk Maplecroft sieht Anzeichen für eine mögliche militärische Konfrontation. Der anhaltende Vormarsch äthiopischer Truppen nach Norden und Drohnenangriffe im Norden der Region Tigray deuteten darauf hin, dass die äthiopischen Streitkräfte Bedingungen für einen Konflikt mit Eritrea schafften, heisst es in einer Analyse. Äthiopische Regierungsvertreter hätten wiederholt den Anspruch des Landes auf einen Zugang zum Meer betont.

    Auch Eritrea könnte nach Einschätzung des Afrika-Analysten Edward Bach von Verisk Maplecroft zu einer Eskalation bereit sein. Die Unterstützung für die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) habe unter anderem dazu gedient, die äthiopischen Streitkräfte zu binden und deren langfristiges Ziel eines Zugangs zum Meer zu erschweren, sagte Bach.

    Da die TPLF inzwischen deutlich geschwächt sei, könnte Eritrea nun ebenfalls zu dem Schluss kommen, dass ein Angriff zum jetzigen Zeitpunkt günstig sei. Ein Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea birgt das Risiko, dass auch die strategischen Partner beider Länder – darunter Ägypten, Sudan und die Golfstaaten – in den Konflikt hineingezogen werden. Dies würde die Instabilität in der gesamten Region weiter verschärfen.

    Entsprechend forderte die EU eine sofortige Deeskalation an allen Fronten und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts. Zugleich müsse die Souveränität und territoriale Unversehrtheit aller Staaten respektiert werden. Die Konfliktparteien sollten sich zudem erneut zur vollständigen Umsetzung des im Rahmen der Afrikanischen Union geschlossenen Abkommens über die dauerhafte Einstellung der Feindseligkeiten (CoHA) verpflichten.

    Kommentare

    User #2182 (nicht angemeldet)

    Im Prinzip geht der Konflikt um die Kontrolle der Hafenstadt Assab, ganz im Süden Eritreas. Auf den Hafen erhebt Äthiopien schon lange Anspruch, auch bereits vor Abiy Ahmed. Als Ersatz hat sich Äthiopien vorerst den Zugang zum Hafen von Berbera im nur von Israel anerkannten Somaliland erkauft. Der vormalige Pretoria Peace Accord ist wieder mal Makulatur, ebenso die Nairobi Declaration. Ausbaden dürfen es wieder die Zivilisten in einer der ärmsten und gleichzeitig umkämpftesten Regionen der Welt.

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