EU

    «Erdöl-Notstand»: Slowakei legt sich mit EU-Kommission an

    Die Slowakei widerspricht einer Aufforderung der EU-Kommission, ihre unterschiedlichen Spritpreise für In- und Ausländer an den Tankstellen wieder abzuschaffen. Das sagte Ministerpräsident Robert Fico in Bratislava. In einem Brief habe die Kommission seiner Regierung mit einem Vertragsverletzungsverfahren gedroht, weil die unterschiedlichen Preise im Widerspruch zu EU-Recht stünden, sagte der Linkspopulist.

    ARCHIV - Blick von einer Plattform des Aussichtsturms Ufo der Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes, auf eine Erdölraffinerie der Slovnaft. Foto: Marijan Murat/dpa
    ARCHIV - Blick von einer Plattform des Aussichtsturms Ufo der Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes, auf eine Erdölraffinerie der Slovnaft. Foto: Marijan Murat/dpa - Keystone/dpa/Marijan Murat

    Fico bezeichnete die Aufforderung jedoch als «absolut inkorrekt gegenüber der Slowakei» und schloss nicht aus, die Preisregulierungen zu verlängern. Fico forderte die EU-Kommission auf, anstelle von Strafandrohungen gegen die Slowakei mehr Druck auf die Ukraine auszuüben, damit diese die Durchleitung von russischem Erdöl wieder ermögliche. Dann wären die slowakischen Regulierungsmassnahmen gar nicht notwendig, argumentierte Fico.

    Die Regierung in Bratislava hatte am 18. März eine vorerst für 30 Tage gültige Rationierung von Diesel und Benzin beschlossen. Zugleich führte sie höhere Spritpreise für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen ein, um Tanktourismus aus den Nachbarländern zu verhindern. Das begründete sie damit, dass die Versorgung derzeit nur dank staatlicher Notreserven überhaupt aufrechterhalten werden könne.

    Schon kurz vor Beginn des Iran-Kriegs hatte die Regierung einen «Erdöl-Notstand» ausgerufen, weil seit Ende Januar kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland fliesst. Von den russischen Öllieferungen ist die Slowakei noch immer weitgehend abhängig und hat daher eine auch mit Kiew vereinbarte Ausnahme von den EU-Sanktionen gegen Russland zugestanden bekommen.

    Nach ukrainischer Darstellung ist die Druschba-Pipeline jedoch durch russische Drohnenangriffe beschädigt. Das bezweifeln Ungarn und die Slowakei und verlangen bisher vergeblich eine unabhängige Inspektion der Pipeline.

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    Kommentare

    User #7970 (nicht angemeldet)

    EU braucht keiner es lief auch alles mal ohne die Diktatoren aus Brüssel. Ukraine braucht auch keiner es sei denn man steht auf Lügen und Betrügen einfach nur ein Schurkenstaat.

    User #3871 (nicht angemeldet)

    Nichts zu tun mit EU haben.. Das ist die Zukunft für das eigenes Land..

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