Empörung über Diesel-Deal zwischen Trump und Putin
Mehr als 300'000 Tonnen Diesel kündigt Trump nach einem Telefonat mit Putin an. Kiew und die US-Demokraten üben deutliche Kritik.

Donald Trump hat nach einem Gespräch mit Wladimir Putin umfangreiche Diesellieferungen aus Russland angekündigt, berichtet der «ORF». Demnach sollen umgehend mehr als 300'000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung stehen.
Das US-Finanzministerium erlaubt laut der «Zeit» vorübergehend den Verkauf, die Lieferung und den Import von russischem Diesel. Die entsprechende Genehmigung des Ministeriums in Washington gilt bis zum 7. April 2027 und ist zeitlich begrenzt.
Trump hatte in den vergangenen Wochen Wolodymyr Selenskyj für eine weltweite Dieselknappheit verantwortlich gemacht, schreibt «ZDFheute». Der US-Präsident forderte den ukrainischen Präsidenten ausserdem auf, die Angriffe auf russische Raffinerien zu stoppen.
Selenskyj kritisiert Trump und Putin
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich laut der «Zeit» empört über den Diesel-Deal von Trump und Putin. Auf Telegram schrieb er, die Erlaubnis für Russland sei eine «Investition in den Krieg» gegen die Ukraine.
Selenskyj warnt laut dem «ORF», Moskau werde die Zugeständnisse mit weiterem Terror und Verrat vergelten. Der Kreml hatte die Vereinbarung bestätigt, und Putin erklärte seine Bereitschaft zu Lieferungen an die USA und den Weltmarkt.
Die «Zeit» verweist dabei auf Angaben der US-Energiebehörde EIA zum Dieselverbrauch in den Vereinigten Staaten. Demnach reichen 300'000 Tonnen Diesel dort rechnerisch für den Verbrauch von gut 14 Stunden.
Berlin hält an Sanktionen fest
Die Bundesregierung will laut der «Zeit» auch nach der Vereinbarung weder Öl noch Benzin aus Russland beziehen. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte in Berlin dazu: «Die Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf bleibt ungebrochen.»

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie erwartet keine grösseren Auswirkungen auf die Preise an deutschen Tankstellen. Die Ökonomin Samina Sultan vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln sagte: «Der Weltmarktpreis wird sich nicht signifikant ändern.»
Auch die US-Demokraten kritisieren laut der «Zeit» den Kurswechsel von Trump gegenüber Russland. Gregory Meeks verwies darauf, dass Trump erst im September ein Sanktionsgesetz gegen Käufer russischer Energie unterzeichnet habe.
















