Emirate dementieren Bericht zu Angriff auf Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Medienberichte über einen angeblichen Angriff ihres Landes gegen den Iran zurückgewiesen. Man befinde sich in einem «Zustand der Selbstverteidigung» gegen Irans Angriffe, teilte das emiratische Aussenministerium lediglich mit, offenbar in Verweis auf die eigene Flugabwehr. Diese habe auf Beschuss mit mehr als 1.400 Raketen und Drohnen reagiert. Man wolle in keinen Konflikt gezogen werden, behalte sich aber das Recht vor, die Souveränität des Landes zu schützen.

ARCHIV - Das Kampfflugzeug F-16 der US-Luftwaffe fliegt an Vögeln vorbei, während es auf der Dubai Air Show in Dubai akrobatische Manöver durchführt. Foto: Altaf Qadri/AP/dpa
ARCHIV - Das Kampfflugzeug F-16 der US-Luftwaffe fliegt an Vögeln vorbei, während es auf der Dubai Air Show in Dubai akrobatische Manöver durchführt. Foto: Altaf Qadri/AP/dpa - Keystone/AP/Altaf Qadri

Auch ein emiratischer Regierungsvertreter sagte der «Jerusalem Post», die Emirate seien nicht an Angriffen gegen den Iran beteiligt gewesen. Es sei auch unangemessen, dass angebliche hochrangige israelische Regierungsvertreter solche «Gerüchte» über Handlungen anderer Länder verbreiteten. Anwar Gargasch, Berater des emiratischen Präsidenten Mohammed bin Sajid, teilte mit, Schritte zur Verteidigung der Emirate würden «öffentlich und klar» kommuniziert und nicht in Medienberichten.

Israelische Medien hatten zuvor unter Berufung auf hochrangige israelische Regierungsvertreter berichtet, die Emirate seien heute an einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage im Iran beteiligt gewesen. Bei einer Bestätigung wäre dies der erste Angriff eines Golfstaats auf den Iran seit Beginn der militärischen Eskalation vor rund einer Woche.

Die Emirate liegen nur wenige Hundert Kilometer von der iranischen Küste entfernt, an der Strasse von Hormus sind es sogar nur Dutzende Kilometer Luftlinie. Die Emirate wurden im Vergleich zu den weiteren Golfstaaten bisher besonders stark angegriffen.

Kommentare

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