Diese Neuerungen und Änderungen treten im Mai in Kraft
Die Notrufnummer 142 für Opfer von häuslicher Gewalt geht in Betrieb und das Zollkontingent für Importeier wird markant erhöht. Das sind zwei der Neuerungen, die am 1. Mai in der Schweiz in Kraft treten.

Das Wichtigste in Kürze
- Ab dem 1. Mai treten verschiedenen neue Verordnungen in Kraft.
- So wird eine Notrufnummer für Opfer von häuslicher Gewalt aufgeschaltet.
- Zudem wird das laufende Zollkontingent für Eier massiv erhöht.
Opferhilfe
Am 1. Mai wird die Notrufnummer 142 für Opfer von häuslicher Gewalt aufgeschaltet. Diese telefonische Anlaufstelle soll es allen Betroffenen ermöglichen, einfacher und rund um die Uhr Hilfe zu erhalten.
Die telefonische Anlaufstelle ist Teil der nationalen Präventionskampagne gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt. Sie ist von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider lanciert worden.

Entwickelt wurde die Anlaufstelle vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann. Zusammengearbeitet wurde mit einer breiten Allianz von Bund, Kantonen, Gemeinden und Organisationen der Zivilgesellschaft.
Zollkontingent
Die inländische Eierproduktion vermag die steigende Nachfrage nicht zu decken. Deshalb hat der Bundesrat auf Antrag der Eierbranche entschieden, das laufende Zollkontingent für Konsumeier um 15'000 Tonnen zu erhöhen.
Ab 1. Mai 2026 bis Jahresende sind dadurch Importe von 36'000 Tonnen Konsumeiern zum tiefen Zollansatz möglich. Das entspricht rund 240 Millionen Eiern.
Das Bundesamt für Landwirtschaft hat auf den 1. Mai zudem vorübergehend bis Ende Jahr das Teilzollkontingent für die Einfuhr von Kartoffeln um 10'000 Tonnen erhöht. Die Basis-Zollkontingente umfassen rund 23'750 Tonnen.
Gesamtarbeitsvertrag
Am 1. Mai tritt die vom Bundesrat beschlossene Allgemeinverbindlicherklärung des Landes-Gesamtarbeitsvertrages des Gastgewerbes in Kraft.
Die Änderungen betreffen die Mindestlohnansätze für Vollzeitmitarbeiter, die das 18. Altersjahr vollendet haben. Die Spanne reicht von 3713 Franken für Ungelernte bis 5293 Franken für Angestellte mit Berufsprüfung.
Berufsbildung
Die Ausbildung zum Messerschmied EFZ wird angepasst, um den Anforderungen an zeitgemässe Fertigungstechniken und fachliche Spezialisierungen gerecht zu werden.
Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation hat die entsprechende Verordnung über die berufliche Grundbildung auf den 1. Mai hin angepasst.








