Demonstranten im Libanon errichten Strassensperren

    AFP
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    Libanon,

    Aus Protest gegen die Regierung haben Demonstranten im Libanon massive Strassensperren errichtet.

    Strassenbarrikaden im südlibanesischen Sidon
    Strassenbarrikaden im südlibanesischen Sidon - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Seit mehr als zehn Tagen protestieren Demonstranten im Libanon.
    • Die Demonstranten fordern eine vollständige Ablösung der Regierung.
    • Unter anderem haben die Demonstranten massive Strassensperren errichtet.

    Hunderte kreuz und quer abgestellte Fahrzeuge blockierten am Montag die wichtigste Autobahn des Landes auf der Nord-Süd-Route sowie weitere Strassen. Mit Sitzstreiks und Barrikaden blockierten Demonstranten auch andere Verkehrsadern.

    Bereits seit elf Tagen legt die Protestbewegung das öffentliche Leben im Libanon teilweise lahm. Die Demonstranten fordern eine vollständige Ablösung der Regierung. Politische Zugeständnisse von Ministerpräsident Saad Hariri konnten die Proteste bislang nicht eindämmen.

    Proteste im Libanon
    Demonstranten haben eine grosse Strasse besetzt, und sitzen auf der Fahrbahn auf mitgebrachtem Sofa und auf Teppichen. - dpa

    Erwartet wurde, dass die Sicherheitskräfte am Montag einen erneuten Versuch zur Vertreibung der Demonstranten von den Strassen unternehmen würden. Am Wochenende war das Militär mit der Auflösung der Blockaden am Widerstand der Demonstranten gescheitert.

    Menschenkette quer durch das Land

    Die Protestbewegung im Libanon mobilisiert seit Tagen Vertreter aller Religionen und Altersgruppen. Am Sonntag beteiligten sich zehntausende Libanesen an einer 170 Kilometer langen Menschenkette quer durch das Land. Rund 100.000 Männer, Frauen und Kinder hielten sich von Tripoli im Norden bis Tyros im Süden an den Händen.

    Proteste im Libanon
    Libanesen halten libanesische Flaggen während sie eine Menschenkette als Zeichen nationaler Einheit bilden. - dpa

    Die Proteste hatten sich am 17. Oktober an der Ankündigung der Regierung entzündet, WhatsApp-Anrufe zu besteuern. Inzwischen richten sie sich jedoch generell gegen Korruption, Misswirtschaft und die Eliten des Landes, denen es in den 30 Jahren seit Ende des Bürgerkriegs nicht gelungen ist, den Alltag der Menschen zu verbessern.

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