China pocht auf freie Schifffahrt in der Strasse von Hormus
China dringt auf eine Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Strasse von Hormus.

In einem Telefonat mit dem iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi sagte Aussenminister Wang Yi laut chinesischer Mitteilung, Irans «Souveränität, Sicherheit und legitime Rechte und Interessen» als Küstenstaat der Meerenge müssten respektiert und geschützt werden. Zugleich müsse aber auch die «Freiheit und Sicherheit der internationalen Schifffahrt» garantiert werden. Bemühungen um eine Wiederherstellung der normalen Passage durch die Strasse von Hormus seien «der einhellige Ruf der internationalen Gemeinschaft».
Hintergrund der Äusserungen ist die Eskalation um die strategisch wichtige Meerenge im Zuge des Iran-Kriegs. Nach Beginn der Angriffe der USA und Israels hatte Teheran die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch blockiert. Nach dem Scheitern von Gesprächen zwischen Washington und Teheran während der Waffenruhe blockieren die USA ihrerseits seit Montag den iranischen Seeverkehr in der Strasse von Hormus. Allerdings hat sich die Lage für andere Schiffe durch die US-Seeblockade keinesfalls normalisiert.
Die Meerenge gilt als eine der wichtigsten Routen des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels. Für China ist sie von grosser Bedeutung, weil ein erheblicher Teil seiner Energieimporte aus dem Nahen Osten kommt. Zudem war China zuletzt der wichtigste Abnehmer des verschifften iranischen Öls.










