Bund beschlagnahmt potenziell gefährliche Stoffe für Muskelaufbau

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    Bern,

    Schweizer Behörden haben bei einer Kontrollaktion 46 Sendungen mit potenziell gefährlichen Peptiden entdeckt. Häufig werden Peptide für den Muskelaufbau oder aber zum Bräunen verwendet. Rund die Hälfte der Pakete wurde zurückbehalten.

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    Schweizer Behörden haben bei einer Kontrollaktion 46 Sendungen mit potenziell gefährlichen Peptiden entdeckt. (Symbolbild) - pexels

    Die Kontrollaktion wurde vom Heilmittelinstitut Swissmedic, dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit und Swiss Sport Integrity (SSI) durchgeführt. Ziel waren laut Mitteilung von Swissmedic vom Dienstag das Aufspüren von illegal importierten Peptiden und vergleichbaren Substanzen. Bestellt werden sie zunehmend online.

    Von 46 gezielt kontrollierten Sendungen behielten die Behörden 23 zurück. Die übrigen Pakete mussten trotz Gesundheitsgefahr freigegeben werden, da die enthaltenen Mengen innerhalb der gesetzlichen Toleranz lagen. Die Adressaten wurden mit einem Brief auf die Anwendung der Substanzen auf eigenes Risiko hingewiesen.

    Rund 80 Prozent der kontrollierten Sendungen kamen aus Polen, waren häufig falsch deklariert oder stammten aus unkontrollierten Quellen. Die Aktion bestätige den Trend, dass Produkte aus dem Grenzbereich zwischen Arzneimitteln, Lifestyle-Angeboten und Dopingmitteln vermehrt bei Privatpersonen in der Schweiz landeten, hiess es.

    Der Vertrieb von in der Schweiz nicht zugelassenen Arzneimitteln ist illegal und kann strafrechtliche Folgen haben. Im Sport gehören viele dieser Substanzen zu den verbotenen Dopingmitteln. Wer sie anwende, gefährde nicht nur seine Gesundheit, sondern riskiere auch einen Verstoss gegen Anti-Doping-Bestimmungen, hiess es.

    Peptide – kleine Proteinmoleküle – kommen natürlich im Körper vor oder werden als Wirkstoffe in Heilmitteln eingesetzt. Hinweise auf möglicherweise problematische Angebote im Internet seien übertriebene Wirkversprechen und fehlende Angaben zu Herstellern, schrieb Swissmedic.

    Genannt werden ausserdem ein Verkauf über Social Media oder Messenger-Dienste sowie Bezeichnungen wie «Research Chemical», «not for human use», «Laborchemikalie», «Anti-Aging», «Fatburning», «Muscle Growth», «Recovery», «Tanning» oder auch «Libido».

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