Berichte: Israels Armee schränkt Libanon-Einsätze ein
Die israelische Armee stellt Berichten zufolge ihre Angriffe im Libanon ausserhalb einer von ihr einseitig ausgerufenen «Sicherheitszone» ein. Israelische Medien berichteten unter Berufung auf das Militär, dass die Streitkräfte damit einer Anweisung der politischen Führung folgten.

Innerhalb dieser Zone, die sich im Süden an der Grenze Israels befindet, setze das Militär die Einsätze jedoch fort, um unter anderem ein grosses Tunnelsystem der schiitischen Hisbollah-Miliz zu bekämpfen. Nach Angaben der Armeeführung verbleibt zudem die Option, akute Bedrohungen auch ausserhalb des Gebiets anzugreifen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die von der Armee errichtete «Sicherheitszone» als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz im Libanon und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael bezeichnet. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.
Israel und die Hisbollah haben sich gegenseitig für Verstösse gegen eine seit Freitag 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr/MESZ) geltende Feuerpause verantwortlich gemacht.
Bei israelischen Luftangriffen wurden nach Angaben von Behörden und Medien vom Samstag im Libanon mindestens 35 Menschen getötet. Im Gegenzug fielen nach Armeeangaben fünf israelische Soldaten. Die Kämpfe belasten die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Das zwischen den beiden Ländern jüngst abgeschlossene Rahmenabkommen sieht ein Kriegsende auch im Libanon vor.














