Herzog ruft vor Parlamentswahl in Israel zu Einigkeit auf

Keystone-SDA
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Israel,

Vor einer wegweisenden Wahl in Israel im Oktober hat Staatspräsident Izchak Herzog das Volk zur Einigkeit aufgerufen. Die Wahl sei «kein Bürgerkrieg», sagte er nach Angaben des Nachrichtenportals «ynet» bei einer Zeremonie zur Umbettung der sterblichen Überreste der Grosseltern des jüdischen Staatsvisionärs Theodor Herzl in Jerusalem. Sie waren aus dem jüdischen Friedhof in Belgrad exhumiert und nach Israel überführt worden.

ARCHIV - Israels Präsident Izchak Herzog. Foto: Ben Curtis/AP/dpa/Archivbild
ARCHIV - Israels Präsident Izchak Herzog. Foto: Ben Curtis/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Ben Curtis

Der Präsident sagte den Angaben zufolge: «Wir müssen weiterhin gemeinsam der historischen Mission würdig sein, an der wir teilhaben – dem Aufbau des jüdischen Staates.» Angesichts von Berichten über eine Rekordzahl von Israelis, die in den letzten drei Jahren das Land verlassen haben, sagte Herzog: «Mein Herz schmerzt angesichts jedes Einzelnen, jedes Paares und jeder Familie, die an einen anderen Ort gehen – wir haben keinen anderen Ort.»

Rekordzahl von Israelis verlässt laut Studie das Land

Laut einer Studie der Tel Aviver Universität haben im Zeitraum von 2023 bis 2025 mehr als 268 500 israelische Staatsbürger das Land für mindestens drei aufeinanderfolgende Monate verlassen – ein neuer Höchststand im Vergleich zu den Vorjahren. Zum Vergleich: Im entsprechenden Zeitraum zehn Jahre zuvor (2013-2015) betrug die Vergleichszahl lediglich rund 183 200 Staatsbürger. Die Forscher stuften die neuen Zahlen als beunruhigend ein. Unter den Auswanderern seien auch viele Ärzte, Ingenieure und andere Akademiker.

Scharfer Wahlkampf

Am 27. Oktober wird in Israel ein neues Parlament gewählt. Laut Umfragen könnte es sowohl für das Lager des amtierenden rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als auch die Opposition schwierig werden, eine Mehrheit zu sichern. Der beginnende Wahlkampf ist bereits von einer scharfen politischen Auseinandersetzung geprägt.

Seit Ende 2022 ist Israel mit einer Reihe schwerer politischer und gesellschaftlicher Erschütterungen konfrontiert – vom umstrittenen Justizumbau der rechtsreligiösen Regierung über das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 bis hin zu den darauffolgenden Kriegen und militärischen Auseinandersetzungen in der Region.

Kommentare

User #3636 (nicht angemeldet)

Ist die Schändung von jüdischen Gräbern nicht antisemitisch?

User #2036 (nicht angemeldet)

Gott schütze sein Volk Israel. Am Israel chai.

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