Bericht prangert «gefährliche Überbelegung» in Migrantenzentren in Texas an

    AFP
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    USA,

    Die Generalinspekteurin des US-Heimatschutzministeriums, Jennifer Costello, hat eine «gefährliche Überbelegung» in Arrestzentren für Migranten im Bundesstaat Texas angeprangert.

    Arrestzentrum für Migranten
    Arrestzentrum für Migranten - DHS/ Office of the Inspector General/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bundesgericht kippt Anordnung zum unbegrenzten Festhalten von Flüchtlingen.

    Das Ministerium müsse «umgehend Schritte einleiten, um die gefährliche Überbelegung und das verlängerte Festhalten von Kindern und Erwachsenen» im Grenzgebiet zu Mexiko «abzumildern», schrieb Costello am Dienstag (Ortszeit) an den amtierenden Heimatschutzminister Kevin McAleenan.

    Der Bericht der Generalinspekteurin kam kurz nach einer Besichtigung verschiedener Migrantenzentren in Texas durch eine Gruppe demokratischer Abgeordneter. Diese hatten von «entsetzlichen» Bedingungen gesprochen.

    In dem Bericht der Generalinspekteurin waren Bilder zu sehen, die dutzende Flüchtlinge zeigten, darunter kleine Kinder, die dicht an dicht in käfigartigen Zellen zusammengepfercht waren. Ein ranghoher Mitarbeiter einer solchen Einrichtung bezeichnete die Situation demnach als «tickende Zeitbombe» und sprach von Sicherheitsbedenken für Mitarbeiter wie auch für die Migranten.

    In drei von fünf Einrichtungen hatten Kinder dem Bericht zufolge keinen Zugang zu Duschen und nur wenig Wechselkleidung. Zwei Einrichtungen boten demnach keine warmen Mahlzeiten, sondern lediglich Sandwiches an. Die meisten Erwachsenen hätten seit einem Monat nicht duschen können und seien lediglich mit Feuchttüchern versorgt worden. Einige litten an Verstopfung, nachdem es ausschliesslich Wurstbrote zu essen gegeben habe.

    Ein Vertreter der US-Grenzschutzbehörde (CBP) sagte im Sender CNN, die Einrichtungen seien «nie dafür ausgelegt gewesen, mit der Menge an Migranten, die hierher kommen, umzugehen». Der Grenzschutz versuche alles, um mit den «absolut übersättigten Bedingungen» umzugehen.

    Unterdessen kippte ein US-Bundesgericht in Seattle am Dienstag eine Anordnung der Regierung von Präsident Donald Trump, wonach Asylbewerber auf unbegrenzte Zeit festgehalten werden dürfen, ohne dass sie auf Kaution freikommen können. Dies verstosse gegen die US-Verfassung, urteilte der Richter.

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