Aussenminister verurteilen Israels Offensive im Südlibanon
Deutschland, Grossbritannien und Frankreich kritisieren Israels Bodenoffensive im Südlibanon scharf und fordern eine Rückkehr zum Waffenstillstand.

Das weitere militärische Vorrücken Israels im Südlibanon alarmiert westliche Aussenminister. Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul äusserte sich besorgt über die eskalierende Lage, wie die «Zeit» berichtet.
Wadephul erklärte, das Vorgehen sei zwar eine Reaktion auf Hisbollah-Angriffe, die endlich enden müssten. Doch «jede weitere Eskalation verschärft die ohnehin schon angespannte Lage zusätzlich», warnte er laut «ZDF heute».
Der CDU-Politiker betonte laut der «Zeit» zudem, Israel müsse bei seinem Vorgehen sowohl Zivilisten als auch zivile Infrastruktur schützen. Wenn Zivilisten den Preis der Eskalation zahlten und Teile des Libanon unbewohnbar würden, mache das Israels Nachbarschaft langfristig nicht sicherer.
Mehrere Aussenminister fordern Rückkehr zum Waffenstillstand
Auch die britische Aussenministerin Yvette Cooper kritisierte die israelischen Angriffe in scharfen Worten. Die Eskalation habe Zivilisten getötet und vertrieben, Infrastruktur zerstört und den diplomatischen Spielraum eingeschränkt, berichtet die «Zeit».
Cooper forderte auf der Plattform X, alle Seiten müssten die Waffenruhe einhalten und ernsthaft verhandeln. Gleichzeitig müsse auch die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel einstellen.
Frankreichs Aussenminister Jean-Noël Barrot beantragte beim UN-Sicherheitsrat eine Dringlichkeitssitzung zu Libanon, wie das «SRF» berichtet. Frankreich erkenne zwar Israels Recht auf Selbstverteidigung an, «doch nichts rechtfertigt diese Entwicklung», erklärte Barrot.
Festung Beaufort im Südlibanon eingenommen – USA dringen auf neue Waffenruhe
Israel nahm die historische Kreuzritterfestung Beaufort im Südlibanon ein. Das stelle laut Premierminister Benjamin Netanjahu eine «entscheidende Wendung» im Kampf gegen die Hisbollah dar, so die «Zeit».

Parallel dazu unternehmen die USA laut der «Zeit» einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe. US-Aussenminister Marco Rubio verhandle bereits mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Premier Netanjahu.
Aoun treibt den Vorschlag voran. Der ibanesische Parlamentspräsident Nabih Berri fordert laut Insidern zunächst ein Ende der israelischen Angriffe.











