Nach der Abreise von Nancy Pelosi meldet Taiwan erneut das Eindringen chinesischer Kampfjets in der Luftverteidigungszone.
Pelosi Taiwan
F-16-Kampfjets (Symbolbild) - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • 27 chinesische Kampfjets drangen in Taiwans Luftraum ein.
  • Kurze Zeit zuvor reiste Nancy Pelosi weiter nach Südkorea.
  • Der Besuch der US-Politikerin sorgte für grosse Spannungen.

Nach ihrem Besuch in Taiwan ist die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Mittwoch zur nächsten Station ihrer Asienreise in Südkorea weitergeflogen. Nur wenig später meldet Taiwan erneutes Eindringen chinesischer Flugzeuge in ihrer Luftverteidigungszone. Angaben zufolge handelt es sich dabei um 27 Kampfjets.

Allen Drohungen aus China zum Trotz war Pelosi am Dienstag zu einem Besuch in Taiwan eingetroffen. Der Aufenthalt der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses ist für die demokratische Inselrepublik der ranghöchste Besuch aus den Vereinigten Staaten seit einem Vierteljahrhundert.

Nancy Pelosi
Nancy Pelosi hat Taiwan die Unterstützung der USA zugesichert. - Keystone

Peking sieht Taiwan als Teil der Volksrepublik an, lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taipeh strikt ab und hatte die USA vehement vor einem Taiwan-Trip Pelosis gewarnt.

«Spiel mit dem Feuer»

China protestierte auch sofort nach der Landung in scharfer Form gegen Pelosis Besuch. Das Aussenministerium in Peking sprach von einem «sehr gefährlichen Spiel mit dem Feuer». China werde «alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um die nationale Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen».

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Unmittelbar vor Pelosis Landung überflogen chinesische Kampfflieger den Meeresweg der Taiwanstrasse. Zudem kündigte China Manöver mit Schiessübungen in sechs Meeresgebieten rund um die demokratische Inselrepublik an.

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