Wegen Wildcampern: SVP-Wandfluh will mehr Stellplätze auf Alpen
Wohnmobil-Stellplätze in der Landwirtschaft sollen einfacher möglich werden, fordert SVP-Nationalrat Wandfluh. So soll das Littering bekämpft werden.
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Das Wichtigste in Kürze
- Ärger für die Bauern: Wildcamper hinterlassen Abfall auf Wiesen und Weiden.
- Besser wäre es mit mehr legalen Stellplätzen für Wohnmobile, findet SVP-Nationalrat Ernst Wandfluh.
- In einem breit abgestützten Vorstoss fordert er vom Bundesrat, dies zu ermöglichen.
Anfang Juni platzte Ernst Wandfluh der Kragen: Der Berner SVP-Nationalrat und Bergbauer musste, nicht zum ersten Mal, sackweise Abfall eines Wildcampers entsorgen. In einem Video auf Instagram verschaffte Wandfluh seinem Ärger Luft.
Es gebe viele Camper, die zum Üschenen (oberhalb Kandersteg BE) kämen und den Platz sauber verliessen. Wildcamper zwar – aber damit könne man leben, findet Wandfluh, auch wenn campieren nicht erlaubt sei.
Dann aber gebe es eben die anderen, die den Ruf aller «versiechen».

Liegengelassene Becher, Flaschen, Verpackungen, eine ganze Luftmatratze – und besonders ärgerlich: Alu-Dosen.
Erwischt eine Kuh beim Grasen ein Stücklein von diesen, kann sie daran sterben. Nachdem sein Video für einiges an Furore gesorgt hat, schreitet Wandfluh nun zur Tat.
Mehr Stellplätze für Individualisten
Statt mit der Polizei will der Nationalrat aber lieber mit einem Angebot auffahren. «Man muss das Bedürfnis dieser Leute ernst nehmen», hält er fest.
Der während der Pandemie gestartete Wohnmobil-Trend sei ungebrochen und ganz offensichtlich wollen viele nicht unbedingt auf einen grossen Campingplatz.
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Wandfluhs Fazit ist deshalb klar: «Wir müssen für dieses Klientel, das gerne mit dem Auto irgendwo eine Nacht oder zwei übernachten geht, mehr Stellplätze haben.»
Mit einem Vorstoss fordert er vom Bundesrat, die Vorschriften anzupassen, damit dies mit möglichst geringem bürokratischem Aufwand möglich wird. Unterstützung erhält er für sein Anliegen aus allen Fraktionen.
So sollen auf bereits befestigten Plätzen, etwa neben Landwirtschaftsbetrieben, einer Alp oder neben einer Bergbahn, einige Stellplätze angeboten werden können.
Ohne grosse Infrastruktur – Wandfluh favorisiert das Konzept «Sanitary inside» mit im Wohnmobil integrierter Toilette –, aber Hauptsache «geordnete Verhältnisse».
Mit- statt gegeneinander
«Wichtig ist, dass man sich registrieren, den Abfall entsorgen und ein paar Franken pro Nach bezahlen kann», so Nationalrat Wandfluh. So könne man einem grossen Bedürfnis einer grossen Bevölkerungsschicht entgegenkommen, indem man sage: «Ihr könnt zu uns auf die Alp fahren, da ist ein Stellplatz.»
Und der Bergbauer Wandfluh ergänzt: «Ich könnte auch noch etwas Landwirtschaftsprodukte verkaufen, etwas Käse, etwas Fleisch», meint er schmunzelnd. «So gibt das ein gutes Miteinander.»












