Zelt aufschlagen? Wo Wildcampen erlaubt ist – und wo nicht!

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    Zürich,

    Wild campieren ist in vielen europäischen Ländern verboten. Doch es gibt Ausnahmen – wer die Regeln kennt, darf dort legal sein Zelt aufschlagen.

    Wildcampen
    Irland: Wildcampen ist grundsätzlich verboten. Mit der Erlaubnis des Grundstückseigentümers ist eine Übernachtung jedoch meist möglich und wird in ländlichen Regionen häufig geduldet. - Adobe Stock

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wildcampen löst bei vielen Menschen ein besonderes Freiheitsgefühl aus.
    • Das Campen in freier Natur ist jedoch nicht überall erlaubt.
    • In Europa sind es vor allem östliche Länder, die Wildcampen ohne Weiteres gestatten.

    Die Vorstellung, unter freiem Himmel aufzuwachen, umgeben von unberührter Natur und fernab vom Trubel des Alltags: Für viele Menschen eine besondere Faszination. Weit weg von Campingplätzen und Lärm bietet das Wildcampen ein besonderes Gefühl von Freiheit und Abenteuer.

    Das Campen in freier Natur bringt aber auch Verantwortung mit sich. Folgende Regeln gelten als das Einmaleins des Wildcampens:

    • geeigneten Ort auswählen, Natur respektieren
    • rücksichtsvoller Umgang mit Wildtieren, Lärm vermeiden
    • den Ort so verlassen, wie er vorgefunden wurde
    • allen Abfall mitnehmen
    • kein Feuer machen

    Doch nicht überall ist es erlaubt, ausserhalb von offiziellen Campingplätzen sein Nachtlager aufzuschlagen. Viele europäische Länder verbieten das Campieren in der Wildnis oder es unterliegt grossen Einschränkungen.

    wildcampen
    Wildcampen ist beliebt, aber nicht überall erlaubt. (Symbolbild) - keystone

    Zudem macht es einen Unterschied, ob man mit dem Zelt oder dem Wohnmobil unterwegs ist, oder bloss im Schlafsack schlafen will. In den folgenden (auf der Karte grün markierten) Ländern sind sämtliche Arten von Wildcampen erlaubt:

    In diesen Ländern ist Wildcampen erlaubt

    Wildcampen
    Wildcampen in Europa: Grün markierte Länder erlauben Wildcampen grundsätzlich, rot markierte Länder verbieten es (Stand: August 2023). - TCS
    • Finnland: Wildcampen ist erlaubt, aber nicht zu nah an einem Haus oder Privatgarten. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, in Naturschutzgebieten und Naturparks verboten.
    • Norwegen: Wildcampen ist erlaubt für maximal 2 Nächte. Mit Wohnmobil oder Wohnwagen ist das Übernachten von maximal 24 Stunden auf dafür gekennzeichneten Plätzen erlaubt. Achtung: Verbotsschilder beachten. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, in Naturschutzgebieten und Naturparks ist wild campen verboten.
    • Schweden: Wildcampen ist überall erlaubt. Achtung: Abstandsregeln auf Privatgrundstücken und Verbotsschilder beachten. Mit Wohnmobil oder Wohnwagen ist das Übernachten von maximal 24 Stunden auf dafür gekennzeichneten Plätzen erlaubt. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, in Naturschutzgebieten und Naturparks ist wild campen verboten.
    • Estland, Lettland und Litauen: Wildcampen ist erlaubt.

    Die erwähnten Länder können ihre Bestimmungen jederzeit ändern. Es ist deshalb lohnenswert, sich vorab genauer zu informieren.

    Auch in Ländern, in denen das Campen in der Wildnis grundsätzlich verboten ist (in der Karte rot markiert), wie beispielsweise Frankreich, gibt es einige regionale Ausnahmen, die das Wildcampen zulassen.

    • Albanien: Wildcampen ist erlaubt.
    • Moldawien: Wildcampen ist erlaubt.
    • Rumänien: Wildcampen ist erlaubt. Ausnahme: Naturschutzgebiete. Aus Sicherheitsgründen wird jedoch empfohlen, auf offiziellen Campingplätzen zu übernachten.
    • Schottland: In Schottland ist Wildcampen im Zelt für zwei bis drei Nächte am selben Ort erlaubt, nicht aber im Van, Wohnmobil oder Wohnwagen. Es gibt teilweise, saisonale und regionale Einschränkungen, daher Hinweistafeln beachten.

    Gerade in ländlichen Regionen und weniger touristischen Gebieten ist die Toleranz meist grösser und die Chance höher, Privatgrundstücksbesitzer zu finden, die das Übernachten auf deren Land erlauben.

    Aber Achtung: Länder wie die Niederlande oder Kroatien verbieten das Wildcampen auf Privatgrundstücken. Je nach Land muss bei Verstoss mit hohen Geldbussen bis zu Freiheitsstrafe gerechnet werden. Detaillierte Informationen finden sich hier.

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    So ist es in der Schweiz

    In der Schweiz werden die Bestimmungen, nicht gerade überraschend, kantonal geregelt. Die Hoheit obliegt letzten Endes den Gemeinden, weshalb der TCS empfiehlt, dass man sich vor dem Campen ausserhalb von offiziellen Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen über die Regeln der einzelnen Kantone oder Gemeinden informieren sollte.

    Warst du schon einmal wildcampen?

    Bis auf den Kanton Aargau und Obwalden, die eine Übernachtung ausserhalb von offiziellen Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen erlauben, ist das Wildcampen in sämtlichen Kantonen verboten.

    Unter diesen Umständen ist Wildcampen in der Schweiz erlaubt:

    • Biwakieren oder Übernachten im kleinen Zelt im Gebirge, oberhalb der Waldgrenze (bei mehreren Übernachtungen tagsüber das Zelt wieder abbauen)
    • Auf Privatgrundstücken mit Erlaubnis des Grundstückbesitzers
    • Not-Biwakieren

    Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.

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    Kommentare

    User #5452 (nicht angemeldet)

    @#2812: Also wenn du das uns vorhelten willst (da zu meinem Kommentar kommentiert), dann kann ich dich beruhigen. Wir haben unsere Küche dabei. Wir machen Kein Feuer irgendwo wo es dafür nicht vorgesehen ist. Und sonst gibt's vorher kalte Küche. Für alle anderen Zeltler/Wanderer kann ich nicht sprechen. Aber danke für deine Meinung.

    User #1128 (nicht angemeldet)

    Wenn ich am Wandern bin schlage ich mein Nachtlager auf wo und wann ich will, da frage ich keinen! Platz wird nächstentags sauber verlassen und gut ist!

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