Verband kämpft gegen Schliessungen von Campingplätzen im Wallis

Keystone-SDA
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Der Walliser Campingverband wehrt sich gegen die geplante Schliessung von 13 Campingplätzen im Kanton Wallis. Der Entscheid der kantonalen Baukommission sei auszusetzen, forderte die Dachorganisation Campings Valais Wallis am Montag in einer Medienmitteilung.

Keine Gäste: Bereits im vergangenen Sommer musste der Campingplatz in Arolla auf Geheiss des Kantons Wallis schliessen. (Archivbild)
Keine Gäste: Bereits im vergangenen Sommer musste der Campingplatz in Arolla auf Geheiss des Kantons Wallis schliessen. (Archivbild) - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Grund für die geplanten Schliessungen ist eine aktualisierte Beurteilung der Naturgefahren durch die Kantonsbehörden. Bereits im Juli 2025 hatte der Campingplatz in Arolla auf Anordnung des Kantons schliessen müssen. Vor rund zwei Wochen wurden Gemeinden und Betreiber über weitere Massnahmen informiert.

Von den 13 betroffenen Anlagen sind laut dem Verband fünf bereits geschlossen. Zwei weitere stehen in Gesprächen mit dem Kanton über Schutzbauten. Sechs sind von einer sofortigen Schliessung betroffen.

Die betroffenen Plätze liegen in den Gemeinden Goms, Reckingen, Les Haudères, Salvan, Saas-Balen und Trient. Der Entscheid der Baukommission hat keine aufschiebende Wirkung. Mehrere Betreiber haben Beschwerde beim Kantonsgericht eingereicht.

Die 66 Campingplätze im Wallis verzeichneten 2025 insgesamt rund 626'000 Übernachtungen, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verband warnt vor negativen Folgen für die regionale Wirtschaft und vor einer Zunahme von Wildcamping.

Unterstützung erhält das Anliegen aus der Politik: Ein dringliches Postulat von FDP-Grossrat-Stellvertreter Florian Piasenta wurde im Grossen Rat deutlich angenommen. Er fordert verhältnismässige Lösungen und eine Übergangsphase.

Campings Valais Wallis und der Verband Swisscamps verlangen eine standortspezifische Neubewertung sowie eine kantonale Strategie für Schutzbauten und mögliche Verlagerungen. Zudem brauche es finanzielle Unterstützung für Gemeinden und Betreiber.

Der Kanton kündigte die Einsetzung einer Arbeitsgruppe an, um Lösungen mit den Beteiligten zu erarbeiten. Die Risiken seien seit Jahren bekannt, hielt er fest. Die Sicherheit der Bevölkerung habe Vorrang.

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Kommentare

User #6195 (nicht angemeldet)

Wenn die Gemeinde Reckingen beim Kanton nachfragt und dieser nicht Antwort gibt , braucht es 50 Prozent der Kantonsbüros nicht mehr . Denn diese scheinen sich am Bürger und seinen Problemen nicht zu Interessieren .

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schönbächler
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