Ueli Maurer sieht Kantonalbanken als Knacknuss in EU-Verhandlungen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Finanzminister Ueli Maurer (SVP) sieht in den Verhandlungen mit der EU die Staatsgarantien für Kantonalbanken als Problem.

    schweizer radio und fernsehen
    Finanzminister Ueli Maurer spricht an einer Pressekonferenz in Bern, übertragen vom Schweizer Radio und Fernsehen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Staatsgarantien für Kantonalbanken könnten bei den EU-Verhandlungen ein Problem sein.
    • Das sagte Finanzminister Ueli Maurer. Dennoch sei eine Lösung möglich.

    Bei den Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU über ein Rahmenabkommen sind neben dem Lohnschutz auch die Kantonalbanken ein Hindernis für einen Abschluss. Bundesrat Ueli Maurer zufolge duldet die EU laut aktuellem Stand keine Kantonalbanken mit Staatsgarantie.

    «Man müsste diesen Punkt noch ausräumen, um einem Rahmenabkommen zustimmen zu können», sagte der Schweizer Finanzminister in einem in der «Schweiz am Wochenende» und NZZ-Regionalmedien publizierten Interview vom Samstag.

    Staatliche Beihilfen seien demnach nicht möglich, also weder Kantonalbanken mit Staatsgarantie noch kantonale Gebäudeversicherungen. Für jeden einzelnen Fall wäre laut Maurer eine Sonderbewilligung der EU nötig.

    Ueli Maurer bleibt optimistisch

    Heute müssen EU-Mitgliedsstaaten grundsätzlich jede Vergabe von staatlichen Beihilfen - wie Subventionen oder Steuererleichterungen - der EU-Kommission melden, worauf diese die Zulässigkeit prüft.

    Maurer ist dennoch optimistisch, was die Verhandlungen angeht: «Ich bin der Überzeugung: Irgendwann finden wir eine gemeinsame Lösung.» Er bekräftige zudem seine Meinung, dass bei den Verhandlungen keine Eile geboten ist.

    «Ich habe den Eindruck, dass man in der EU durchaus Verständnis hat, wenn wir uns genug Zeit für einen Abschluss nehmen.» Auch wenn die Schweiz schon seit fünf oder acht Jahren verhandle - jetzt solle sich nichts überstürzen.

    Die Schweiz verhandelt derzeit mit der EU über ein Rahmenabkommen. Diese waren im Sommer ins Stocken geraten. Die EU verlangt von der Schweiz etwa ein Entgegenkommen beim Lohnschutz respektive den Flankierenden Massnahmen. Diese sind nach Ansicht der EU-Kommission nicht mit der Personenfreizügigkeit vereinbar. Der Bundesrat will bis Mitte September in der Frage Bilanz ziehen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    2 Interaktionen
    Nur fünf Verträge
    FDP.die Liberalen Petra Gössi
    4 Interaktionen
    Rahmenabkommen mit EU

    MEHR AUS STADT BERN

    9 Interaktionen
    Bern
    Futsal Minerva
    4 Interaktionen
    Champions League
    YB
    9 Interaktionen
    Am Sonntag
    Werner Salzmann Bundesrat Schnegg
    26 Interaktionen
    SVP-Salzmann