Städte begrüssen zivilstandsunabhängige Individualbesteuerung

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Die Individualbesteuerung zur Förderung von Chancengleichheit und Altersvorsorge wird von Schweizer Städten befürwortet.

    Individualbesteuerung
    Die Bundesversammlung hatte im Juni in der Schlussabstimmung die Individualbesteuerung gutgeheissen. (Symbolbild) - keystone

    Die Schweizer Städte sprechen sich für die Individualbesteuerung aus. Die Einführung der zivilstandsunabhängigen Individualbesteuerung erhöhe nämlich die Chancengleichheit in der Erwerbstätigkeit und verbessere die Altersvorsorge.

    Die Städte und die Konferenz der städtischen Finanzdirektorinnen und -direktoren (KSFD) befürworteten den Steuersystemwechsel, da er den gesellschaftlichen und sozioökonomischen Wandel der letzten Jahrzehnte abbilde, teilte der Schweizerische Städteverband am Mittwoch mit. Sie begrüssten den Steuersystemwechsel trotz Mindereinnahmen.

    Die Einführung der Individualbesteuerung wäre ein sozialer und volkswirtschaftlicher Erfolg, denn sie steigere insbesondere die Anreize zur Erwerbstätigkeit für Zweitverdienende. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Arbeits- und Fachkräfteknappheit sei es zentral, das Potenzial von Frauen noch besser zu nutzen und bestehende Hürden für den Verbleib in der Erwerbstätigkeit und beim Wiedereinstieg abzubauen, so der Städteverband.

    Frauenförderung durch neue Besteuerungsform

    Die höhere Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt werde positive Auswirkungen auf Chancengleichheit und Wirtschaftsleistung der Schweiz haben. Darüber hinaus werde die Altersvorsorge sowie die Absicherung im Falle einer Scheidung verbessert.

    Am Dienstag hatte die Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und -direktoren (FDK) ihrerseits mitgeteilt, dass eine grosse Mehrheit der kantonalen Finanzdirektorinnen und -direktoren sowohl die Volksinitiative für eine Individualbesteuerung als auch den Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament ablehnten.

    Sie bevorzugten die gemeinsame Veranlagung der Ehegatten. Gemäss der FDK müssten bei der Einführung einer Individualbesteuerung unter anderem sämtliche Kantone neue Steuertarife erarbeiten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4124 (nicht angemeldet)

    Sollte man sich nicht eher fragen, warum Konkubinatspaare belohnt werden.

    User #1268 (nicht angemeldet)

    Schon erstaunlich, dass linke Städte den Reichen helfen, weniger Steuern zu bezahlen und damit wieder die Verwaltung aufblähen. Die Städte müsten eigentlich ein Interesse haben, dass Leute mit weniger Einkommen besser über die Runden kommen, damit sie weniger Zuschüsse an die Krankenkasse und Sozialleistungen resp. Ergänzungsleistungen bezahlen müssen. Dass SP und Grüne ausgerechnet den besten Doppelverdienern helfen, Steuern zu sparen, erstaunt einmal mehr.

    Weiterlesen

    Individualbesteuerung Heirat Symbolbild
    9 Interaktionen
    Annahme

    MEHR AUS STADT BERN

    Vorsorge Oberland
    Vorsorge Oberland
    YB
    38 Interaktionen
    Lunde-Kolumne
    rote Bänkli
    16 Interaktionen
    Das steckt dahinter
    National League
    1 Interaktionen
    Biel verliert kurios