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    SP: Daniel Jositsch gibt Fehler bei letzter Bundesratskandidatur zu

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Ständerat Daniel Jositsch (SP) sieht ein, bei der Kandidatur zur Nachfolge von Simonetta Sommaruga schlecht kommuniziert zu haben.

    daniel jositsch SP
    Daniel Jositsch, Ständerat SP-ZH, nimmt während einer Medienkonferenz Stellung zur Bundesratskandidatur, am Dienstag, 8. November 2022, im Bundeshaus in Bern. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • SP-Ständerat Daniel Jositsch gibt Fehler bei Bundesratskandidatur zu.
    • Jositsch bezeichnete das reine Frauenticket als «diskriminierend».
    • Trotz Kritik erwägt er eine erneute Kandidatur für Berset-Nachfolge.

    Daniel Jositsch hat Fehler bei der letzten Bundesratswahl zugegeben, als er das reine Frauenticket der SP als «diskriminierend» bezeichnet hatte. Von der Kommunikation her habe er das damals nicht optimal gemacht.

    Aber das seien Extremsituationen, auf die man völlig unvorbereitet sei, sagte Jositsch in einem Interview gegenüber der «NZZ am Sonntag». «Da steht man von einem Tag auf den anderen plötzlich extrem unter Druck und muss sich praktisch stündlich rechtfertigen. Und das in drei Landessprachen.»

    Aber er verstehe, dass es gewissen Frauen aufgestossen sei, dass nach jahrhundertelanger Diskriminierung der Frauen plötzlich der Jositsch komme «und klagt, er sei diskriminiert». Er habe das ein wenig zu juristisch ausgelegt. «Ich würde das heute nicht mehr so sagen.»

    Bundesrat Daniel Jositsch
    SP Ständerat Daniel Jositsch im Gespräch mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga im März 2015. - Keystone

    Jositsch hatte im vergangenen November an seiner Kandidatur für die Nachfolge von Simonetta Sommaruga festgehalten, obwohl sich seine Partei für ein rein weibliches Zweierticket ausgesprochen hatte. Diese Einschränkung sei diskriminierend und damit werde eine Männer-Kandidatur verhindert, hatte der Zürcher Ständerat damals gegenüber verschiedenen Medien verlauten lassen.

    Trotz der Kritik an seinem damaligen Vorgehen erwägt Jositsch für die Nachfolge von Alain Berset eine erneute Kandidatur. Er habe Interesse, sagte er der «NZZ am Sonntag». Ein Entscheid werde bald fallen. Dazu sei er mit der Partei, insbesondere der SP Kanton Zürich, im Gespräch.

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