Schweizer Botschaft in London soll für 96 Millionen saniert werden

Keystone-SDA
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Bern,

Der Bundesrat will für 96 Millionen Franken die Schweizer Botschaft in London totalsanieren. Das geht aus der Immobilienbotschaft 2026 des Bundes hervor, in welcher dem Parlament Verpflichtungskredite in Höhe von insgesamt 773,8 Millionen Franken vorgelegt werden.

Sie soll für über 90 Millionen Franken gesamtsaniert werden: die Schweizer Botschaft aus dem Jahr 1971 in London. (Archivbild aus dem Jahr 2017)
Sie soll für über 90 Millionen Franken gesamtsaniert werden: die Schweizer Botschaft aus dem Jahr 1971 in London. (Archivbild aus dem Jahr 2017) - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Das 1971 erstellte Gebäude solle nach über 50 Jahren des Betriebs umfassend überholt werden, schrieb der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Botschaft in der britischen Hauptstadt gehöre zu den weltweit bedeutendsten Vertretungen der Schweiz.

Wichtigstes Projekt in der Immobilienbotschaft 2026 ist aber die Sanierung und Erweiterung der Nationalbibliothek in Bern. Dass dieses Gebäude aus den 1930-er Jahren statische Mängel aufweist und erneuert werden soll, ist schon länger bekannt. 211,7 Millionen Franken will der Bund für dieses Projekt ausgeben.

Insgesamt neun Verpflichtungskredite legt der Bundesrat mit der neuen Immobilienbotschaft dem Parlament vor. Geld will der Bundesrat etwa auch für den Umbau und die Sanierung des Verwaltungsgebäudes Bundesgasse 32 in Bern (24,6 Millionen Franken) und die Sanierung des Verwaltungs- und Bildungsgebäudes Monbijoustrasse 40 in Bern (66 Millionen Franken).

Auch sollen 30,9 Millionen Franken für den Neubau des Unterkunfts- und Ausbildungsgebäudes in Magglingen bei Biel sowie 73,6 Millionen Franken für den Neubau des Magazins für das Bundesarchiv in Zollikofen BE ausgegeben werden.

Für nicht einzeln spezifizierte Vorhaben unter einem Betrag von 10 Millionen Franken, für nicht planbare oder dringliche Liegenschaftskäufe sowie für die Projektierung von zukünftigen Immobilienbotschaftsprojekten wird ein weiterer Verpflichtungskredit in Höhe von 170 Millionen Franken beantragt. Zwei weitere Verpflichtungskredite betreffen Mieten.

Kommentare

User #3300 (nicht angemeldet)

Oh, fangen wir auch an mit vergolden? Alle müssen sparen, warum der Bund nicht? Naja, teuer sanieren ist wohl standesgemäss.

User #2077 (nicht angemeldet)

Ist doch ein Klacks für eine derart "reiche" Nation wie wir es scheinbar sind. Echt: Das ist doch Grössenwahn, einen solchen Riesenbetrag für eine "Sanierung" ausgeben zu wollen.

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