Hochwasser

    Mehr Platz für die Rhone zum Schutz vor Hochwasser

    Keystone-SDA
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    Vouvry,

    Das Chablais am oberen Genfersee in den Kantonen Waadt und Wallis soll auf einer Länge von 14 Kilometern besser vor Hochwassern der Rhone geschützt werden. Dafür soll das Flussbett zwischen Bex VD und Yvorne VD verbreitert werden.

    Die Rhone auf Höhe der Brücke zwischen Aigle und Illarsaz. Der Fluss soll zum Hochwasserschutz mehr Platz erhalten.
    Die Rhone auf Höhe der Brücke zwischen Aigle und Illarsaz. Der Fluss soll zum Hochwasserschutz mehr Platz erhalten. - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

    Das 368 Millionen Franken teure Grossprojekt wird nun öffentlich aufgelegt, vom 3. Oktober bis 2. November. Damit hat eines der grössten Projekte der dritten Rhonekorrektion eine entscheidende Etappe erreicht.

    Die Rhone soll künftig im Schnitt 90 statt 60 Meter breit sein. Zudem werden bestehende Schutzbauten verstärkt und neue Dämme errichtet, wie die beiden Kantone an einer Medienkonferenz am Donnerstag in Aigle VD erklärten.

    Das Projekt betrifft neben Bex und Yvorne auch Ollon und Aigle im Kanton Waadt sowie Massongex, Monthey, Collombey-Muraz und Vouvry im Wallis. Es ist die grösste bikantonale prioritäre Massnahme der dritten Rhonekorrektion.

    Mögliche Schäden mit hohen Kosten

    Mit den Arbeiten soll die Rhoneebene auch bei einem extremen Hochwasser geschützt werden. Ohne zusätzliche Schutzmassnahmen könnten solche Überschwemmungen in der Region laut den Kantonen Schäden von rund 2,2 Milliarden Franken verursachen.

    Bis zum Baubeginn dürfte es noch mindestens fünf Jahre dauern. Diese Zeit ist für Einsprachen, Bewilligungsverfahren und die Vorbereitung der Arbeiten vorgesehen. Für die Bauarbeiten rechnen die Kantone mit rund zehn Jahren. Abgeschlossen sein soll das Projekt zwischen 2040 und 2045.

    Der Bund übernimmt 47 bis 57 Prozent der Kosten. Die Kantone Wallis und Waadt tragen je 20 bis 25 Prozent, die betroffenen Gemeinden zwei bis drei Prozent.

    Neue Lebensräume

    Von der Verbreiterung soll auch die Natur profitieren. Die Rhone erhält mehr Raum, wodurch neue Auen und Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen sollen. Die Dämme werden naturnaher gestaltet und die Uferwälder verstärkt.

    Gleichzeitig sollen die Flussufer für die Bevölkerung attraktiver und besser nutzbar werden. Die Kantone bezeichnen das Vorhaben als Kernstück der dritten Rhonekorrektion im Chablais.

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    Kommentare

    User #1176 (nicht angemeldet)

    dieses Projekt wird von der Walliser Regierung hin und hergeschoben, über die Jahre , sogar Bundesgelder werden nicht zu wenig dafür bereitgestellt. Ferigstellung 2099 oder ein paar Wochen später

    User #6332 (nicht angemeldet)

    ...momentan bräuchte es eher Schutz vor Niedrigwasser...!!

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