Bundesrat

    Bundesrat Parmelin stellt die neue Agrarpolitik ab 2022 (AP22+) vor

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    Die Agrarpolitik ab 2022 (AP22+) soll erneut um die 14 Milliarden kosten. Der Trinkwasser-Initiative und den Klima-Sorgen der Bauern soll entgegengekommen werde

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    Wirtschaftsminister Guy Parmelin zu den zentralen Punkten der Agrarpolitik ab 2022 (AP22+). - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wirtschaftsminister Guy Parmelin stellt die Agrarpolitik ab 2022 (AP22+) vor.
    • Kernpunkte sind der Klimawandel und eine Alternative zur Trinkwasserinitiative.
    • Die Zahlungen an die Bauern bleiben ungefähr gleich: 14 Milliarden Franken in vier Jahren.

    Die Herausforderungen für die Landwirtschaft seien gross, hält der Bundesrat fest. Klimawandel, technologischer Fortschritt und die Erwartungen der Gesellschaft bedingen Anpassungen der Agrarpolitik. An seiner gestrigen Sitzung hat der Bundesrat die Botschaft Weiterentwicklung der Agrarpolitik ab 2022 (AP22+) verabschiedet. Wirtschaftsminister Guy Parmelin stellt die Eckpunkte live aus Bern vor.

    Guy Parmelin Zicklein
    Bundesrat Guy Parmelin zu Besuch auf dem Hof «Caprilait» von Pierre Schlunegger in Forel VD im Juni 2019. - Keystone

    14 Milliarden für klimabewusste Bauern

    Ein Fokus der AP22+ soll der Klimawandel sein: Neu wird auch die Landwirtschaft in die Schweizer Klimapolitik einbezogen. Einerseits werden Bauern angehalten, den Ausstoss von Treibhausgasen zu reduzieren und zur Erreichung der Klimaziele beizutragen. Nach den Vorstellungen des Bundesrats soll die Landwirtschaft 20 bis 25 Prozent zur Schweizer CO2-Reduktion beitragen. Gesteuert werden soll dies unter anderem durch entsprechende Bedingungen bei den Direktzahlungen.

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    Bundesrat Guy Parmelin steht den Medien Rede und Antwort über die Pläne des Bundes bei der Landwirtschaft. - Nau.ch

    Andererseits sollen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft abgefedert werden. Zum Beispiel durch Diversifizierung der Produktion. Aber auch durch finanzielle Unterstützung, sollte das Wetter die Ernte beeinträchtigen.

    Berücksichtigung der Trinkwasserinitiative

    Traktor Pestizide
    Ein Traktor bringt auf einem Salatfeld des Betriebs «Gemüse Käser & Co.» in Birmenstorf mittels Anhängespritze Pflanzenschutzmittel aus, aufgenommen am 17. September 2019. Ein Insektizid soll den Salat auf dem Feld vor Blattläusen schützen, ein Fungizid vor Pilzkrankheiten. - Keystone

    Der in der Bevölkerung auf viel Zuspruch stossenden Trinkwasserinitiative soll eine Alternative in Form eines Massnahmenpakets gegenübergestellt werden. Weniger Dünger, weniger Pestizide und schärfere ökologische Vorgaben gehören hier dazu.

    Bei der der Reduktion der Stickstoff- und Phosphor-Verluste will der Bundesrat die Branchenorganisationen in die Pflicht nehmen. Werden die Ziele – 10 Prozent weniger bis 2025 und 20 Prozent weniger bis 2030 – nicht erreicht, schreite der Bund ein.

    Die Medienkonferenz von Bundesrat Guy Parmelin zur Agrarpolitik ab 2022 (AP22+) vom 13.2.2020.

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