Kartoffeln wird bei Feldversuch Gen gegen Fäulekrankheit eingesetzt

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Bern,

Ein eingesetztes Gen soll Kartoffeln resistenter gegen Kraut- und Knollenfäule machen. Nun werden die gentechnisch veränderten Kartoffeln versuchsweise freigesetzt. Ein entsprechendes Gesuch dazu ist vom Bund bewilligt worden.

Das Versuchsfeld in Reckenholz ZH , wo die genveränderten Kartoffeln freigesetzt werden, ist umzäunt und wird bewacht. (Archivbild)
Das Versuchsfeld in Reckenholz ZH , wo die genveränderten Kartoffeln freigesetzt werden, ist umzäunt und wird bewacht. (Archivbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Rund tausend Schweizer Landwirtschaftsbetriebe hätten den Kartoffelanbau in den letzten zehn Jahren aufgegeben, schrieb das Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung Agroscope am Dienstag.

Häufiger auftretende Krankheiten und Schädlingsbefall, Einschränkungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und extreme Wetterbedingungen führten zu Ertragsverlusten und erschwerten den erfolgreichen Kartoffelanbau.

Den auf dem geschützten Gelände in Reckenholz ZH freigesetzten Kartoffeln wird ein Cisgen eingeführt, das einer Wildkartoffel entnommen wurde. Dieses soll wirksam gegen die «weltweit bedeutendste Kartoffelkrankheit», die Kraut- und Knollenfäule, sein, so Agroscope.

Das Resistenzgen ermögliche eine natürliche Abwehr gegen den Pilz der Kraut- und Knollenfäule. Der Feldversuch schaffe die Grundlage, um weiter an krankheitsresistenteren Kartoffelsorten zu forschen, die toleranter gegen Trockenheit und Hitze seien.

Der Versuch werde von Frühjahr 2026 bis Herbst 2030 durchgeführt, teilte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) mit, und solle Aufschluss darüber geben, wie sich die Kartoffeln auf dem Feld verhielten. Während des Freisetzungsversuchs müsse Agroscope sicherstellen, dass sich das gentechnisch veränderte Material nicht ausserhalb des Geländes verbreitet.

Für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu Forschungszwecken gibt es in der Schweiz eine Bewilligungspflicht. In der landwirtschaftlichen Produktion sind gentechnisch veränderte Pflanzen nicht zugelassen – hier herrscht ein Moratorium, das noch bis Ende 2030 andauert.

Kommentare

User #2136 (nicht angemeldet)

Übrigens das mit nicht pflanzlichen Genen verändertes Gemüse oder Getreide besteht Gefahr, dass es mit normalen Pflanzen, bzw Gemüse "crosspolinated" überbestäubt wird, und die normale Gattung auch dadurch verändert werden kann... das gabs schon in USA mit Getreide... ich bin kein Monsanto Fan!!!

User #2136 (nicht angemeldet)

Meine Kartoffeln wachsen sehr gut im Schrebergarten. Letztes Jahrs gabs etwas Fäule erst am Schluss und hat die Kartoffeln nicht beeinflusst, waren super. Dieses Jahr konnte ich und Nachbarn sogar viel früher anbauen und die wachsen prächtig, trotz der kälteren Nachttemperaturen, weil mit Vlies bedeckt! - Vielleicht kommt es drauf an, wo Kartoffeln angebaut werden, aber genetisch nicht pflanzlichen Ursprungs gemischte Kartoffeln, will ich sicher nicht essen!

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