In Bern entstand vor 40 Jahren das erste «Fixerstübli» der Welt

Keystone-SDA
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Bern,

In den 1980er Jahren machten offene Drogenszenen Not und Elend der Abhängigen sichtbar. In die Schweizer Drogenpolitik kam Bewegung, an vorderster Front die Stadt Bern. Dort wurde im Juni 1986 der erste Drogenkonsumraum eröffnet.

Kontakt- und Anlaufstellen für Suchtkranke sind heute wichtige Pfeiler in der Suchthilfe. Vor 40 Jahren leistete die Stadt Bern dafür Pionierarbeit. (Symbolbild)
Kontakt- und Anlaufstellen für Suchtkranke sind heute wichtige Pfeiler in der Suchthilfe. Vor 40 Jahren leistete die Stadt Bern dafür Pionierarbeit. (Symbolbild) - KEYSTONE/MARCEL BIERI

«Fixerstübli» wurde die Institution von vielen genannt und auch sehr kritisch beäugt. Mit den klassischen Ansätzen von Repression und Abstinenz war die Schweizer Drogenpolitik jedoch zunehmend an ihre Grenzen gestossen. In Bern schlug die Stiftung für Suchthilfe Contact einen neuen Weg ein, in dessen Zentrum ein würdiges Überleben Suchtkranker stand.

Menschen mit einer Drogenabhängigkeit sollten auch während des Konsums medizinisch, sozial und menschlich begleitet werden. Am 17. Juni 1986 eröffnete Contact an der Münstergasse eine Cafeteria mit Aufenthaltsraum. Dort wurde der Konsum illegaler Substanzen unter sozialer Begleitung toleriert.

Heute gehört der schadensmindernde Ansatz längst zum Vier-Säulen-Prinzip der Schweizer Drogenpolitik.

Kommentare

User #3649 (nicht angemeldet)

Inzwischen wähnt man sich in der ganzen Stadt in einer Art Fixerstübli!

User #1620 (nicht angemeldet)

Und? Findet ihr immer noch, dass das eine kluge Entscheidung war?

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