Wertpapiere

    Gebühren für Wertpapiertransfers gefallen Stefan Meierhans nicht

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Preisüberwacher Stefan Meierhans kritisiert die Gebühren für den Wertpapiertransfer und die Kontoschliessungsgebühren der Schweizer Banken. Diese Gebühren seien verhältnismässig hoch, wiesen keinen offensichtlichen Zusammenhang mit den tatsächlichen Kosten auf und behinderten die Mobilität der Kundschaft erheblich.

    Preisüberwacher Stefan Meierhans
    Preisüberwacher Stefan Meierhans. - keystone

    Das schreibt der Schweizer Preisüberwacher nach seiner dritten Marktbeobachtung der Gebühren von Schweizer Bankkonten seit 2015. Deren Ergebnisse fasste er am Dienstag in einem Newsletter zusammen.

    Er fordere die Banken erneut auf, die Gebühren für die Kontoschliessung abzuschaffen und die Wertpapiertransfergebühren zu senken, schreiben Meierhans und sein Team im Newsletter. Diese Gebühren liegen ihm zufolge in der Regel zwischen 60 und 120 Franken pro übertragenem Wertpapier. Sie sollten für ihn jedoch höchstens so hoch sein, dass sie einzig die durch die Transaktion entstehenden Kosten decken.

    Meierhans stellt zwar in diesem Bereich «gewisse Fortschritte» seit 2015 fest. Ohne Einigung zwischen dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und den Banken könnte nur ein Gerichtsurteil zur Beseitigung dieses Hindernisses für den funktionierenden Wettbewerb herbeiführen, heisst es im Newsletter. Dieses müsste die Gebühren als unlautere Geschäftsbedingungen qualifizieren.

    Meierhans wünscht sich, dass das Seco einen Pilotprozess zur gerichtlichen Überprüfung dieser Gebühren prüft. Der Preisüberwacher sagt auch, die Banken höben in Zeiten sinkender Zinsmargen ihre Gebühren an, senkten diese jedoch bei besseren Marktbedingungen nur teilweise wieder.

    «Diese asymmetrische Gebührenentwicklung ist bei den Wertpapierdepots besonders augenfällig und verstärkt den Eindruck, dass gewisse Gebühren mittlerweile zu strukturellen Ertragsquellen geworden sind, unabhängig davon, ob sie wirtschaftlich gerechtfertigt sind oder nicht», schreibt Meierhans.

    In seinem Beitrag kritisiert Meierhans die Banken nicht nur. Er sagt auch, dass der Wettbewerb bei den Gebühren «im Grossen und Ganzen funktioniert» und dass die Gebühren bei den Lohnkonten zwischen 2022 und 2025 tendenziell zurückgingen.

    Bei einer Stichprobe mit 31 Banken zeigte sich, dass 29 Prozent der Banken ein kostenloses Lohnkonto anboten, während es bei der zweiten Marktbeobachtung von 2022 nur 10 Prozent der Banken waren. Auch stellt Meierhans fest, dass sich die Gebühren für den Wertpapiertransfer immer stärker annähern, nämlich von 50 bis 200 Franken im Jahr 2015 auf die genannten 60 bis 120 Franken.

    Kommentare

    DER AUSLANDSCHWEIZER

    WAS NÜTZT EUCH EIGENTLICH EIN PREISÜBERWACHER DER NICHTS BRINGT ???

    User #2629 (nicht angemeldet)

    Mir gefällt seine Erfolglosikeit, dank der Politik, nicht!

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    rossmann
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    sdf
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