Ex-CEO der Solothurner Spitäler kassiert eine halbe Million zu viel
Die staatseigene Solothurner Spitäler AG hat massiv gegen das Personalrecht verstossen. Der frühere CEO bezog jahrelang zu viel Lohn.

Das Wichtigste in Kürze
- Martin Häusermann, Ex-CEO der Solothurner Spitäler AG, muss rund eine halbe Million Franken zurückzahlen.
- Während seiner Amtszeit von 2014 bis 2025 soll er zu viel Lohn bezogen haben.
- Eine weitere Person muss 125'000 Franken für unrechtmässig ausbezahlte Überstunden zurückzahlen.
Der Ex-CEO der Solothurner Spitäler AG (soH), Martin Häusermann, kassierte während seiner Amtszeit von 2014 bis 2024 unrechtmässig über 500'000 Franken zu viel. Dies ergaben vom Regierungsrat vorgestellte Untersuchungen.
Der Regierungsrat stellte die Ergebnisse der unabhängigen Gutachten am Donnerstag in Solothurn vor.

Nach dem Abgang des CEO im Jahr 2024 strich der Ex-CEO demnach für weitere zehn Monate seinen vollen Lohn ein. Der Regierungsrat zwingt den Verwaltungsrat der soH nun dazu, diese unzulässigen Leistungen zurückzufordern.
Die Experten deckten weitere Unregelmässigkeiten auf. Über 80 Prozent aller untersuchten Funktions- und Marktwertzulagen im Spital wiesen Formfehler oder Auffälligkeiten auf.
Eine weitere Person arbeitete gemäss den Gutachten ohne Stempelpflicht und liess sich 125'000 Franken für Überstunden auszahlen. Auch diesen Betrag fordert der Kanton zurück.
Die soH ist der grösste Gesundheitsversorger und Arbeitgeber im Kanton Solothurn. Die Aktiengesellschaft gehört zu 100 Prozent dem Kanton. Mit rund 4500 Mitarbeitenden deckt die soH nahezu alle medizinischen Fachbereiche ab.






