Das lief am ersten Fasnachtswochenende in der Schweiz

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Bern,

Vielerorts ruhig, vereinzelt Verletzte: So könnte die Bilanz zum Schweizer Fasnachtsauftakt lauten.

Auf den Urknall folgt der Fötzeliregen: Rund 26'000 Menschen waren an der Fasnachtseröffnung am Schmutzigen Donnerstag in Luzern dabei.
Auf den Urknall folgt der Fötzeliregen: Rund 26'000 Menschen waren an der Fasnachtseröffnung am Schmutzigen Donnerstag in Luzern dabei. - KEYSTONE/URS FLUEELER

An vielen Orten in der Schweiz ist am Wochenende Fasnacht gefeiert worden. Während die Fasnacht in St. Gallen und Chur «im geregelten Rahmen» blieb, zog der Umzug im Walliser Le Châble einen Grosseinsatz nach sich.

Im Walliser Lötschental waren am Donnerstagabend trotz heftigem Schneefall zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer vor Ort, um dem traditionellen «Tschäggättu-Loif» beizuwohnen. Da das Bergdorf immer noch unter Trümmern liegt, startete der diesjährige Umzug nicht wie gewohnt in Blatten, sondern im benachbarten Dorf Wiler.

Während des Fasnachtsumzugs in Le Châble VS explodierte ein Luftkompressor, der sich auf dem Wagen der Konfettikanone befand, wie die Walliser Kantonspolizei am Samstagabend mitteilte. Elf Menschen wurden dabei verletzt. Ein Grosseinsatz mit drei Helikoptern und vier Ambulanzen brachte die Opfer in verschiedene Spitäler. Nach aktuellem Stand wurden zwei der Verletzten noch nicht aus dem Krankenhaus entlassen.

Der frühmorgendliche Urknall am Schmutzigen Donnerstag markiert jeweils den Auftakt der Luzerner Fasnacht. Rund 26'000 Menschen waren beim Umzug dabei. Insgesamt verlief auch der «Rüüdige Samschtig», der zweite grosse Fasnachtstag weitgehend friedlich, wie die Luzerner Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte.

Angriff auf Polizei in Luzern

Polizeieinsatzkräfte wurden wegen eines jungen Mannes zum Luzerner Kultur- und Kongresszentrum gerufen. Der Mann habe sich nicht von der Polizei festnehmen lassen, woraufhin sich mehrere Fasnachtstreibende eingemischt und die Einsatzkräfte tätlich angriffen hätten, wie weiter mitgeteilt wurde. Eine Polizistin und ein Polizist wurden daraufhin ins Spital gebracht.

In St. Gallen ging es trotz fasnächtlichem Treiben nicht anders zu, als an einem regulären Samstagabend. «Alles im geregelten Rahmen», hiess es bei der Kantonspolizei auf Anfrage von Keystone-SDA.

Ebenfalls unauffällig ging das Churer Fasnachtswochenende vonstatten. Sowohl in St. Gallen als auch in der Stadt Chur wurden die Umzüge wetterbedingt etwas weniger gut besucht als in den Vorjahren.

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden hatte es am Wochenende stark geschneit. Erste Fasnachtsveranstaltungen liefen «polizeilich unauffällig» ab, wie ein Sprecher bestätigte. Die «grosse Fasnacht» finde aber erst nächstes Wochenende statt.

Rund 8000 Menschen nahmen in Freiburg am Carnaval des Bolzes teil. Sie verfolgten anschliessend den Prozess gegen den Rababou und mit ihm gegen die Übel des vergangenen Jahres. Nach alter Tradition endete dies mit der Verbrennung des Rababou, einer grossen Strohpuppe.

Und in Bellinzona fand bei frühlingshaften Temperaturen am Sonntag mit dem grossen Maskenumzug der Höhepunkt des 163. Rabadan-Karnevals statt. Ein Rekord von 53 Gruppen, 15 Wagen und 19 Guggenmusiken, nahm daran teil. Rund 40'000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben den Umzug besucht.

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