Alle Kantone waren dafür, die Restaurant-Terrassen per 22. März zu öffnen. Der Bundesrat entschied sich dagegen. Das findet Gastrosuisse «oberpeinlich».
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Ist stocksauer: Casimir Platzer, Präsident Gastrosuisse, nach der Medienkonferenz des Bundesrats zum Coronavirus. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bundesrat belässt die Situation der Beizen beim Status quo.
  • Die Terrassen öffnen per 22. März also nicht.
  • Gastrouisse ist sauer und unterstellt dem Bundesrat, er wolle die Branche zermürben.

Der Bundesrat lässt die Muskeln spielen! Entgegen der Meinung aller 26 Kantone lässt er per 22. März die Restaurant-Terrassen zu.

Die aktuelle epidemiologische Lage lasse die vor einer Woche angedachten Massnahmen nicht zu. Die Zahl der Infektionen steige kontinuierlich an.

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Innenminister Alain Berset und seine sechs Kolleginnen und Kollegen entschieden sich heute gegen eine sofortige Terrassenöffnung der Beizen. - Keystone

Die harte Hand des Bundesrats ist angesichts der Richtwerte für einen zweiten Öffnungsschritt konsequent. Zwei der vier Werte werden seit mehreren Tagen klar nicht erfüllt.

Gründe für die bundesrätliche Vorsicht gibt es weitere: Die neuen Virusvarianten seien nicht nur viel ansteckender, sondern auch tödlicher.

Hinzu komme, dass auch die Zahl der Impfungen noch zu tief sei, um zu verhindern, dass wieder deutlich mehr Menschen ins Spital eingeliefert werden müssten. Und auch die Umsetzung der neuen Testoffensive habe erst gerade begonnen.

Gastrosuisse stocksauer

An einer Pressekonferenz im Anschluss an den Bundesratsentscheid äusserte Gastrosuisse seinen Ärger. Präsident Casimir Platzer: «Der Bundesrat hat es auf uns abgesehen und will die Branche komplett zermürben.»

Seine Branche habe keinerlei Perspektive mehr. Und für einen Fünftel der Betriebe sei es sowieso zu spät. Sie hätten schliessen müssen. Ein weiterer Fünftel stehe kurz davor.

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