Breites Bündnis lanciert Referendum gegen den Bau neuer AKWs
Das Parlament will das AKW-Neubauverbot kippen. Nun sammelt ein breites Bündnis Unterschriften für ein Referendum.

Das Wichtigste in Kürze
- Das bürgerlich dominierte Parlament will das AKW-Neubauverbot in der Schweiz kippen.
- Nun formiert sich dagegen Widerstand.
- Ein breit abgestütztes Bündnis will das Referendum ergreifen und sammelt Unterschriften.
Ab sofort werden Unterschriften gesammelt gegen neue Atomkraftwerke in der Schweiz.
Ein breites Bündnis lancierte am Dienstag sein Referendum gegen den Entscheid, den Bau neuer AKWs wieder zuzulassen.
Neue AKWs würden die Schweiz noch stärker von Uran-Importen aus Russland abhängig machen. Zudem würden sie den Ausbau von Anlagen zur Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien hemmen, macht das Komitee geltend. Neue AKWs hätten ausserdem Kosten in Milliardenhöhe zur Folge.
Bürgerliche setzten im Parlament die Aufhebung des Verbots in einem Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» durch. Die Initianten zogen ihr Begehren daraufhin bedingt zurück. Der Gegenvorschlag erfülle das Kernanliegen der Initiative, hiess es.
Frühestens am 28. Februar 2027 wird über die vom Parlament beschlossenen Gesetzesänderungen abgestimmt.
Dafür müssen bis am 8. Oktober 50'000 Unterschriften gesammelt werden. Der Urnengang gilt angesichts der breit aufgestellten Gegnerschaft als sicher.








