Berset verkündet Krankenkassenprämien – markanter Anstieg erwartet

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    Bern,

    Am (heutigen) Dienstagnachmittag gibt Gesundheitsminister Alain Berset die Krankenkassenprämien fürs nächste Jahr bekannt. Erwartet wird ein markanter Anstieg.

    Krankenkassenprämien
    Die hohen Krankenkassenprämien bereiten vielen Menschen Sorgen. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei den Krankenkassenprämien soll es nächstes Jahr einen markanten Anstieg geben.
    • Darüber informieren heute Bundesrat Alain Berset und BAG-Direktorin Anne Lévy.

    Um 14 Uhr werden Bundesrat Alain Berset und die Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit, Anne Lévy, vor die Medien treten. Gesundheit-Experten gehen davon aus, dass sie für die Schweizer Versicherten keine guten Nachrichten zu verkünden haben. Der Anlass sind nämlich die erwarteten Krankenkassenprämien für nächstes Jahr.

    Der Krankenversicherer-Verband Santésuisse erachtet einen durchschnittlichen Anstieg der Prämien um zehn Prozent für nötig. Nur so werden die Kosten gedeckt, wie Santésuisse-Direktorin Verena Nold Anfang September gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gesagt hatte.

    Auswirkungen von Corona

    Die Ausgaben pro versicherte Person seien im letzten Jahr um über sechs Prozent gestiegen. Das Problem ortet der Verband vor allem bei den höheren Kosten für ambulante Behandlungen, Medikamente und den Arzttarifen. Zum starken Kostenwachstum hätten auch Nachholeffekte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beigetragen. Während der Pandemie wurden viele Operationen verschoben.

    Krankenkasse
    Krankenkasse zählt in Pandemiejahr 2021 weniger Behandlungsfehler - UNIVERSITY OF MARYLAND SCHOOL OF MEDICINE/AFP/Archiv

    Das Beratungsunternehmen Accenture veröffentlichte dazu Anfang August eine Studie. Diese zeigte, dass der Nachholbedarf zur Deckung der Ausgabenentwicklung im Schnitt mindestens 5,4 Prozent betrage. Mit ein Grund dafür sei neben der Pandemie auch die zu knappe Berechnung der Prämien in den letzten beiden Jahren. Dazu kommt der teilweise Abbau der Reserven.

    Comparis rechnet mit plus 5 Prozent im Schnitt

    Der Vergleichsdienst Comparis rechnete im Mai mit einer durchschnittlichen Prämienerhöhung von fünf Prozent. Viele Versicherte könnten aber mit einem weit höheren Anstieg konfrontiert werden. Auch er gibt als Grund für den «Prämienschock» den «politisch angeordneten Abbau» der Reserven an. Vielen Kassen fehle nun das Reservepolster, um die Kostenschwankungen abzufedern.

    Belasten Sie die hohen Krankenkassenprämien?

    Neben den höheren Krankenkassenprämien dürften die Haushalte im nächsten Jahr mit weiteren Mehrkosten belastet werden: Neben der allgemeinen Teuerung steigen auch die Energiepreise und damit die Nebenkosten zum Teil stark an.

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