Behörden spannen wegen Garageneinbrüchen zusammen
435 Einbrüche und Einbruchsversuche in Schweizer Garagenbetriebe seit Anfang 2025, davon 116 im laufenden Jahr: Mit derartigen, ausländischen kriminellen Gruppierungen zugeschriebenen Taten befasst sich eine Taskforce von Bund und Kantonen.

Die Zahlen zu Einbrüchen und Einbruchsversuchen nannte der Bundesrat am Montag in der Fragestunde des Nationalrats. Verübt wurden die Taten im ganzen Land. Tätergruppierungen, häufig aus Frankreich, aber gemäss Europol auch aus Spanien und Italien, agierten nun auch über den Jurabogen hinaus in Richtung Ostschweiz, schrieb er.
Er sprach von einer «Erscheinungsform von organisierter Kriminalität» und vom Prinzip «Crime as a service» – kriminelle Taten würden für Geld angeboten. Die Täter, meist junge Männer, nähmen Aufträge über Social Media oder Chats entgegen und hätten keinen Bezug zu ihren Auftraggebern.
Mindestens 24 junge Männer aus Frankreich seien in der Schweiz 2025 festgenommen respektive angehalten worden. Internationale Ermittlungen hätten auch zu Festnahmen mutmasslicher Organisatoren in Frankreich geführt, schrieb der Bundesrat zu den Fragen von Roland Rino Büchel (SVP/SG).
Der Bezug der Einbrüche zum Ausland, die Entwicklung der Lage und das Phänomen des «Crime as a service» sind Anlass für die Einsetzung einer nationalen operativen Taskforce von Bund und Kantonen. Geleitet wird diese Gruppe vom Bundesamt für Polizei (Fedpol).
Sie hat repressive Massnahmen wie die Identifikation, Aufklärung und Zerschlagung der dahinterstehenden Täterorganisatoren im Fokus. Die Vorbeugung hingegen ist Sache der Kantone. Deren Strafverfolgungsbehörden sind grundsätzlich für Einbrüche und Diebstähle zuständig, wie der Bundesrat schrieb.






