Aussenminister Cassis führt bilaterale Gespräche in Mailand
Aussenminister Ignazio Cassis führt am Rande der Olympischen Winterspiele Milano-Cortina auch Gespräche über die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien. Dabei wird es um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Brandkatastrophe von Crans-Montana gehen.

Der «Haussegen» zwischen Italien und der Schweiz hängt seit der Brandkatastrophe von Crans-Montana schief. Sechs der 41 Todesopfer und elf Verletzte sind italienische Staatsangehörige. Italien hat die Schweiz für die aus ihrer Sicht mangelhafte Aufarbeitung der Brandkatastrophe wiederholt kritisiert.
Als Konsequenz wurde der italienische Botschafter am 24. Januar aus Bern nach Rom zurückgerufen. Gründe für den Groll in Italien sind unter anderem fehlende Obduktionen, die Freilassung des Barbetreibers und ausbleibende Entschädigungen für Angehörige der Opfer.
In Mailand trifft der Cassis laut Medienmitteilung am Mittwoch und Donnerstag den Präsidenten der Region Lombardei, Attilio Fontana, sowie den Bürgermeister von Mailand, Giuseppe Sala, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Mittwoch mitteilte.
Der Bundesrat wird auch das House of Switzerland in Mailand besuchen. Er werde seinen Aufenthalt in der lombardischen Hauptstadt nutzen, um auch Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Olympischen Familie zu treffen, schreibt das EDA.






