Ständerat

    Auch Ständerat will ausländische Spione konsequent ausweisen

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    Bern,

    Nach dem Nationalrat spricht sich auch der Ständerat für einen härteren Kurs gegen verbotene ausländische Nachrichtendienste aus.

    Spion
    In Dänemark wurde ein mutmasslicher iranischer Spion wegen Spähaktionen gegen jüdische Ziele in Deutschland festgenommen. (Symbolbild) - unsplash

    Das Parlament will einen härteren Kurs gegen ausländische Spione. Der Bundesrat muss künftig sämtliche Personen ausweisen, die durch verbotene nachrichtendienstliche Tätigkeit die Sicherheit der Schweiz gefährden. Voraussetzung ist, dass diese strafrechtlich nicht verfolgt werden können. Nach dem Nationalrat hat sich am Montag auch der Ständerat für einen entsprechenden Vorstoss ausgesprochen.

    Die Abstimmung in der kleinen Kammer fiel mit 32 Ja zu 9 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen deutlich aus. Die Aussenpolitische Kommission des Ständerats empfahl im Vorfeld die Annahme der Motion.

    «Die Schweiz als Sitz internationaler Organisationen und als Staat mitten in Europa ist ein attraktiver Standort für Nachrichtendienste», sagte Kommissionssprecherin Franziska Roth (SP/SO). So befinde sich laut Berichten des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) zum Beispiel jeder fünfte in Europa stationierte russische Nachrichtenoffizier in der Schweiz.

    Spione gefährden geschützte Dialogräume in der Schweiz

    Die illegalen Tätigkeiten gefährdeten so unter anderem die geschützten Dialogräume, die namentlich durch das Internationale Genf zur Verfügung gestellt werden. So könnten diese Tätigkeiten für die diplomatischen Interessen der Schweiz und die ins Visier genommenen Personen ein Risiko darstellen.

    Eine bürgerliche Minderheit beantragte die Ablehnung der Motion. Sie sah keinen Mehrwert im Vergleich zur aktuellen Praxis des Bundesrats. Es gäbe verschiedene Massnahmen wie präventive Einreiseverbote und die Ausweisung enttarnter Agenten, die bereits angewendet würden, sagte Petra Gössi (FDP/SZ).

    Verbotener Nachrichtendienst ist in der Schweiz strafbar. Verteidigungsministerin Viola Amherd versicherte im Ständerat, dass auch bei einer Annahme der Motion weiterhin eine Einzelfallprüfung und ein Einzelfallentscheid erfolgen würden, um jeweils «den besonderen Umständen und den Interessen der Schweiz gebührend Rechnung zu tragen».

    Kommentare

    User #4164 (nicht angemeldet)

    Dann müssen aber etliche „Duplimaten“ bei dem UNO-Sitz in Genf ausreisen.

    User #2450 (nicht angemeldet)

    Auch CIA-Agenten ? Bitte nicht, das zürcher Nachtleben würde massivst darunter leiden !

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