Armee treibt Drohnenversuche in Elm GL weiter voran
Die Schweizer Armee hat am Montag in Elm GL weitere Drohnenversuche durchgeführt. Medienschaffende erhielten auf dem Schiessplatz Wicheln Einblicke in die Feldversuche.

Minidrohnen können gemäss einer Mitteilung der Schweizer Armee für Aufklärungs- und Erkundungsaufgaben verwendet werden. Sie ermöglichen Nachrichtenbeschaffung, ohne Menschenleben aufs Spiel zu setzen. Sie werden aber in aktuellen Konflikten auch für Angriffe eingesetzt. So beispielsweise im Krieg in der Ukraine. Die Schweizer Armee schreibt: «Sind die Drohnen mit Sprengladungen ausgestattet, werden sie zur Präzisionswaffe, mit der sich Ziele bekämpfen lassen.»
Die Schweizer Armee bildete deshalb im Rahmen von Feldversuchen im Herbst 2025 20 Armeeangehörige als Piloten von sogenannten First-Person-View-Drohnen (FPV-Drohnen) aus und trainiert nun gemeinsam mit Kampfverbänden den Einsatz dieser Drohnen. First-Person-View bedeutet, dass die Piloten über eine Videobrille in Echtzeit die Bilder der Drohnen sehen. Im Fall des Feldversuches in Elm wurden Angriffsdrohnen getestet und den anwesenden Medien vorgeführt.
Die Feldversuche, durchgeführt durch das Kompetenzzentrum Drohnen und Robotik Verteidigung, dauern auch im laufenden Jahr an. «Sie dienen dazu, das Zusammenspiel zwischen Drohnen-Wirkteams und Kampfverbänden zu erproben sowie Einsatzverfahren zu entwickeln», schreibt die Armee dazu.
Bereits im Dezember 2025 erprobte die Taskforce Drohnen auf dem Schiessplatz Hinterrhein GR verschiedene Angriffs- und Abwehrdrohnen. Das Ziel war gemäss Taskforce eine Markterkundung und eine qualitative Abschätzung der eingesetzten Drohnensysteme, um die Technologiereife zu erfassen.
Die Taskforce Drohnen wurde im Dezember 2024 vom Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport als Reaktion auf die wachsende Bedrohung gegründet.










