Weinstein-Prozess: Klägerin schildert sexuellen Missbrauch

    Keystone-SDA
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    USA,

    Eine Klägerin schildert vor Gericht, wie sie von Harvey Weinstein vergewaltigt wurde. Aus Angst vor Konsequenzen wegen ihres Visums ging sie nicht zur Polizei.

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    Filmmogul Harvey Weinstein steht in New York erneut vor Gericht. - keystone

    In dem neu aufgerollten Prozess gegen den früheren Filmmogul Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen hat die Klägerin Mimi Haleyi ihren Vorwurf bekräftigt, der Star-Produzent habe sie vergewaltigt.

    Vor Gericht in New York schilderte die ehemalige Produktionsassistentin, dass Weinstein sie bei einem Treffen im Jahr 2006 zum Oralsex gezwungen habe. Er habe sie gepackt, mit seinem Körper auf ein Bett gedrängt und sie dort gegen ihren Willen festgehalten. Dies sagte die heute 48-Jährige laut der «New York Times». Bei ihren Schilderungen brach sie demnach in Tränen aus.

    Aus Angst ging sie nicht zur Polizei

    Aus Angst vor der einflussreichen Hollywood-Grösse Weinstein habe sie den Missbrauch über sich ergehen lassen. Ihr sei dabei bewusst geworden, dass sie vergewaltigt werde, führte die gebürtige Finnin dem Bericht zufolge vor den Geschworenen aus.

    Sie sei damals nicht zur Polizei gegangen, weil sie glaubte, dass der Produzent zu mächtig sei. Zudem habe sie kein Arbeitsvisum gehabt und Probleme befürchtet. Weinstein hat stets jede Schuld zurückgewiesen.

    Erster Prozess

    Haleyi hatte bereits 2020 im ersten Verfahren gegen Weinstein ausgesagt. Im Mittelpunkt des New Yorker Prozesses standen damals wie heute die Vorwürfe Haleyis und der Schauspielerin Jessica Mann wegen Vergewaltigung im Jahr 2013. Bei der Neuauflage geht es auch noch um einen weiteren Fall, in dem ein früheres Model Weinstein ebenfalls erzwungenen Oralverkehr vorwirft.

    Schuldspruch kassiert – neues Verfahren

    Nach einem Schuldspruch wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung wurde Weinstein im März 2020 zu 23 Jahren Haft verurteilt. Doch dieses Urteil wurde vergangenes Jahr wegen Verfahrensfehlern aufgehoben. Dies führte zu der jetzt laufenden Neuverhandlung in New York. In einem weiteren Prozess in Kalifornien war Weinstein 2023 zu 16 Jahren Haft verurteilt worden.

    Weinstein weist Vorwürfe zurück

    Das Verfahren könnte sich über fünf Wochen erstrecken. Weinsteins Anwälte betonen, die sexuellen Kontakte seien einvernehmlich gewesen. Während des laufenden Prozesses darf Weinstein im Krankenhaus übernachten. Der 73-Jährigen hat erhebliche gesundheitliche Probleme.

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