Talent und Ehrgeiz zeichnen sie aus: Leony marschiert zielstrebig weiter auf ihrem Weg zum Erfolg. In diesem Sommer kommt man nicht mehr an ihr vorbei.
Newcomerin Leony sing den offiziellen EM-Song für das Turnier in Deutschland.
Newcomerin Leony sing den offiziellen EM-Song für das Turnier in Deutschland. (Archivbild) - Rolf Vennenbernd/dpa

Nun singt sie auch noch den offiziellen Song zur Fussball-Europameisterschaft im Sommer: Die Popsängerin Leony aus Bayern setzt damit ihren steilen Weg zum Erfolg fort. Die 26-Jährige, die bürgerlich Leonie Burger heisst, verschaffte sich in den vergangenen Jahren Achtung mit eigenen Songs, aber auch als Songwriterin für andere Künstlerinnen und Künstler.

Der Titel für den EM-Song ist noch offen. Voraussichtlich im Mai soll er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur offiziell vorgestellt werden. Ihren ersten grossen Erfolg feierte die im oberpfälzischen Cham geborene Sängerin 2021 mit «Faded Love». Mit ihrem Song «Remedy» führte sie 2022 erneut acht Wochen lang die Deutschen Airplaycharts, also die Liste der meistgespielten Lieder im Hörfunk, an.

Der Song eroberte laut offizieller Homepage auch die Airplaycharts in der Schweiz, in Frankreich, Österreich, Finnland, Rumänien. Sie kann mittlerweile mehr als eine Milliarde Streams weltweit vorweisen. Als Songschreiberin wirkte sie unter anderem an dem Hit «Never Let Me Down» von Vize & Tom Gregory mit.

2017 Debütsingle «Surrender»

«Es ist das Schönste, jeden Tag mit seinen besten Freunden Musik machen zu dürfen, und es ist das grösste Privileg für mich, jeden Tag das machen zu dürfen, was ich am meisten liebe», sagt Leony über ihre Arbeit. Vor mehr als zehn Jahren, noch als Teenager, hatte sie die ersten Schritte getan, um ihren Traum von einer Musikkarriere umzusetzen. 2014 nahm sie als Teil der Band «Unknown Passenger» an der Live-Castingshow «Rising Star» teil.

Die Band löste sich auf. Sie machte als Solokünstlerin weiter. Erste professionelle Songs entstanden 2016 in Schweden, Grossbritannien und den USA. 2017 veröffentlichte sie ihre Debütsingle «Surrender».

Schon als Jurorin bei «DSDS»

Unter anderem wurde Leony 2022 für einen MTV EMA in der Kategorie «Best German Act» nominiert. Im vergangenen Jahr sass sie dann selbst als Jurorin in einer Casting-Jury – neben Dieter Bohlen, Katja Krasavice und Pietro Lombardi bei der Jubiläumsstaffel von «Deutschland sucht den Superstar». Wobei sie von Bohlen auch schon herbe Kritik einstecken musste.

Nach einem Videodreh für den gemeinsam neu aufgenommenen Modern-Talking-Song «Brother Louie» habe Bohlen ihren Produzenten angerufen. Er sagte: «Leony ist schon gut, hat eine schöne Stimme, aber so ein bisschen eine Ausstrahlung wie eine Putzfrau», erzählte Leony in der Sendung «Music made in Germany» des privaten rheinland-pfälzischen Radiosenders RPR1. «Aber ich habe ihm das nicht übel genommen.»

EM-Song zusammen mit OneRepublic und Meduza

Sie tourte durch Europa, hatte ihre erste Headliner-Tour – und ist gerade wieder unterwegs in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz. Mit ihrem im Vorjahr veröffentlichten Album «Somewhere in Between» meint sie auch sich selbst. «Dass ich sowohl Leony bin, die selbstbewusste Frau auf der Bühne, im Fernsehen und im Radio, als auch Leonie, die Songwriterin und das liebe, einfühlsame Mädchen aus Bayern. Ich bin irgendwo dazwischen und ganz viele Dinge gleichzeitig und genau das ist es, was mich ausmacht.»

Nun steigt die Spannung auf den EM-Song. Bekannt ist nur: Die US-Band OneRepublic («Apologize») und das italienische Dance-Trio Meduza («Bad Memories») wirken an dem Lied mit. Am 13. Juni, dem Vorabend der EM, singt Leony beim Eröffnungskonzert in Stuttgart – wahrscheinlich den EM-Song. Als sie für den Auftritt gebucht wurde, war noch gar nicht klar, dass sie den Song bekommen würde: «Wir freuen uns, dass es so gekommen ist», heisst es bei den Veranstaltern in Stuttgart.

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